Winzer wenig erfreut

MAINZ/TRIER. (sim) Im Streit um die Ausweisung weiterer Rebflächen im Saarland (der TV berichtete) hat sich jetzt der rheinland-pfälzische Weinbauminister Hendrik Hering eingeschaltet.

Er fordert in einem Brief den zuständigen saarländischen Umweltminister Stefan Mörsdorf auf, die saarländische Weinverordnung zu überarbeiten. Hering schreibt, dass sowohl die Winzer der rheinland-pfälzischen Saar als auch die saarländischen Winzer der Obermosel über die Pläne des Saarlandes wenig erfreut seien. Es könne zu Verwechslungen mit dem Begriff "Landwein der Saar" aus dem rheinland-pfälzischen Teil der Saar kommen. Vielmehr sollte die saarländische Landesregierung den Namen "Saarländischer Landwein" wählen. Hintergrund des Streits ist das Ansinnen des Saarlandes, weitere Rebflächen auszuweisen. Der zum Saarland gehörende Teil des Tafelwein-Untergebiets Mosel soll über die Rebflächen der Gemeinde Perl auf die Südhänge entlang der Saar und ihrer Nebenflüsse Nied und Blies ausgeweitet werden. Auch der Präsident des Weinbauverbandes Mosel-Saar-Ruwer, Adolf Schmitt, kritisiert die saarländische Landesregierung. Schmitt: "Wir wollen nicht, dass die Saarländer unseren Namen nachmachen."

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