Wohin geht die Reise vom Hahn? - Kein Sommerflugplan 2017 von Ryanair

Wohin geht die Reise vom Hahn? - Kein Sommerflugplan 2017 von Ryanair

Während die irische Fluggesellschaft Ryanair kein Geheimnis daraus macht, welche Ziele im kommenden Jahr etwa von Luxemburg aus angeflogen werden, äußert sie sich dazu für den Hahn nicht.

Luxemburg/Lautzenhausen. Zuletzt stellte die irische Fluggesellschaft Ryanair ihren Sommerflugplan 2017 für Bremen vor. 18 Routen, 57 Flüge pro Woche soll es aus der Hansestadt ab April kommenden Jahres geben. Auch für Köln/Bonn steht seit Anfang des Monats fest, wohin Ryanair im nächsten Sommer fliegen wird. 21 Strecken sind geplant.

Wohin die Reise vom Hahn aus gehen wird, das steht angeblich noch nicht fest. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte Ryanair-Sprecher Robin Kiely lediglich mit: "Unseren Sommerflugplan 2017 für Hahn stellen wir zurzeit fertig." Fragen zur Zahl der 2017 dort stationierten Flugzeuge oder der neu angebotenen Strecken bleiben aber unbeantwortet. Auch warum Ryanair den Sommerflugplan noch nicht öffentlich gemacht hat, bleibt unklar.
Dabei kann man auf der Internetseite der Fluggesellschaft bereits Flüge ab April kommenden Jahres buchen. Als einzige neue Strecke erscheint dort bislang Ponta Delgada auf den Azoren. Täglich wird es demnach im Sommer nach Mallorca gehen. Nicht buchbar sind Flüge auf die Kanareninsel Lanzarote, die griechische Insel Kos und nach Mailand-Bergamo.

Dass Mailand im kommenden Sommer nicht mehr vom Hahn aus angeflogen wird, könnte auch damit zusammenhängen, dass Ryanair diese Strecke ab April von Luxemburg aus bedient. Von dort aus starten die Iren am Sonntag erstmals. Um 21.50 Uhr soll die erste Maschine vom Findel aus nach London gehen. Laut Internetseite von Ryanair ist der Flug ausgebucht. Neben London fliegt die irische Fluggesellschaft ab Montag auch nach Porto in Portugal. Zu diesen Flügen kommen laut Ryanair-Sprecher Yann Delomez ab April noch solche nach Lissabon, Mailand und Madrid. 24 Flüge pro Woche will Ryanair von da an von und nach Luxemburg anbieten. Vorerst werde kein Flugzeug auf dem Findel stationiert, teilt Delomez mit. Aber Marktanalysen zeigten, dass Luxemburg ein Markt für Ryanair sei, und so plane man, das Angebot dort auszubauen.

Die Planungen dafür laufen wohl unabhängig von Überlegungen für den Hahn. Die Koordination für die Ryanair-Flüge von Luxemburg aus fällt unter die Zuständigkeit für Benelux, Frankreich und Marokko. Daher ist davon auszugehen, dass, falls Ryan-air sein Angebot im Nachbarland weiter ausbaut, das ohne Rücksicht auf den Hunsrück-Flughafen geschieht und sich allein an der Kundennachfrage orientiert.Verkauf abwarten?


Ryanair hatte kürzlich erst seinen Vertrag für den Hahn um fünf Jahre verlängert. Das kritisieren jedoch vor allem Interessenten am Kauf des angeschlagenen Flughafens, weil sich zukünftige Besitzer damit wohl auch an alle den Iren zugesicherte Sonderkonditionen halten müssten. Falls nicht, laufen sie wohl Gefahr, dass Ryanair abspringt und Schadenersatz verlangt.

Das laufende Verkaufsverfahren für den Hahn könnte auch der Grund sein, warum der Sommerflugplan bislang noch nicht offiziell verkündet worden ist. Branchenkenner vermuten, dass Ryanair erst einmal den Verkauf abwarten will. Fakt ist: Die Zahl der Passagiere auf dem Hahn geht weiter zurück. Allein im September lag sie mit 244 737 Fluggästen sieben Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. In den ersten neun Monaten 2016 wurden knapp zwei Millionen Passagiere gezählt, ein Minus von einem Prozent.Extra

Seit gestern gilt der Winterflugplan auf dem Flughafen Hahn. Mit 41 Zielen fliegt die irische Fluggesellschaft Ryanair vom Hunsrück aus genau so viele Landebahnen an wie im vergangenen Winter. Neues Ziel ist laut Flughafen-Sprecherin Hanna Koch die marokkanische Hafenstadt Tanger. Dreimal die Woche fliegt Ryanair vom Hahn aus nach Mallorca. Daneben biete die Fluggesellschaft noch acht Ziele vom Hunsrück aus nach Polen, Rumänien und Ungarn an, teilte Koch mit. wie

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