XXL-Pfarreien: Bistum Trier erwartet 2500 Rückmeldungen

Anhörungsfrist verlängert : XXL-Pfarreien: Bistum Trier erwartet 2500 Rückmeldungen

Das Bistum Trier verlängert die Anhörungsfrist der Gremien zu den geplanten XXL-Pfarreien.

Das Bistum verlängert die Frist für das offizielle Anhörungsverfahren zur umstrittenen Pfarreienreform. Statt Ende Mai haben die amtierenden Gremien nun bis 12. Juni Zeit, um Stellungnahmen zu dem Reformvorhaben abzugeben. Dabei geht es etwa um die territoriale Gliederung, Struktur und Arbeitsweise der künftigen Gremien oder die Vermögensverwaltung der geplanten Großpfarreien. Wie unsere Zeitung bereits mehrfach berichtet hat, sollen die 887 Pfarreien im Bistum bis in drei Jahren zu 35 XXL-Pfarrein zusammengelegt werden. 15 dieser Großpfarreien sollen bereits am 1. Januar nächsten Jahres an den Start gehen.

Bevor die neuen Großpfarreien errichtet werden, müssen die jeweiligen Räte angehört werden. Das ist kirchenrechtlich vorgeschrieben. Nach einem unserer Zeitung vorliegenden Schreiben an alle Pfarrämter rechnet das Bistum mit bis zu 2500 Rückmeldungen. Diese würden zunächst ausgewertet, heißt es, bevor die Ergebnisse möglicherweise teilweise in den Gesetzentwurf für die neuen Pfarreien einflössen.

Für die Verlängerung der Anhörungsfrist hatte sich unter anderem die bistumskritische Initiative Kirchengemeinde vor Ort stark gemacht, der nach eigenen Angaben inzwischen 301 Pfarreien angehören. In einem Schreiben an Bischof Stephan Ackermann hat die einst im Altkreis Prüm gegründete Initiative auch danach gefragt, „bis zu welchem Prozentsatz an Gegenstimmen“ die Reform dennoch durchgeführt werde.

Sprecher Harald Cronauer hatte in der Vergangenheit schon mehrfach juristische Schritte angekündigt, sollte das Bistum die Pfarreienreform wie geplant in die Tat umsetzen.

Bistumsprecherin Judith Rupp wollte auf Anfrage unserer Zeitung nicht von einer generellen Fristverlängerung sprechen. Es habe „einige wenige Anfragen“ gegeben.

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