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Zehneinhalb Jahre Haft und Sicherungsverwahrung für Kinderschänder vom BGH bestätigt

Zehneinhalb Jahre Haft und Sicherungsverwahrung für Kinderschänder vom BGH bestätigt

Im Trierer Kinderschänderprozess gegen einen 38-jährigen Mann aus Mayen hat der Bundesgerichtshof die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen. Damit ist das Urteil des Landgerichts Trier vom April 2010 rechtskräftig. Auch nach Verbüßung der Strafe bleibt der Eifeler weiter in Sicherheitsverwahrung.

(red/sey) Der Fall hatte bundesweit nicht zuletzt durch einen Bericht in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" bundesweit für Aufsehen gesorgt. Christoph G. hatte sich jahrelang an insgesamt fünf Jungen vergangen, darunter Zwillingsbrüdern aus der Vulkaneifel. Dass er den Missbrauch der damals zwischen sieben und acht Jahre alten Brüder auch noch filmte und die Videos später im Internet auftauchten, wurde ihm schließlich zum Verhängnis. Nach einer Fernsehfahndung stellte sich der zuletzt als Aushilfskellner in Bayern arbeitende Mann der Polizei. Knapp 20 teils schwere Missbrauchsfälle legte ihm der Trierer Staatsanwalt Stephane Parent zur Last. Dass die Dunkelziffer deutlich höher sein dürfte, stand im April vergangenen Jahres auch für den Vorsitzenden Richter fest: "Ihre Taten gehen weit über die hier angeklagten Fälle hinaus", sagte Albrecht Keimburg damals zu dem Angeklagten.