ZEITRAFFER

20. April 2005: Der TV berichtet erstmals über "Gift-Alarm im alten Präsidium". 60 Polizisten seien erkrankt. Ein weißes Pulver, das sich vom Bodenbelag gelöst hat, wird als Ursache vermutet. 26. April 2005: Die Raumluft, Wand- und Bodenoberflächen, Büroeinrichtungen, Computer, Reinigungsmittel und Staubablagerungen wurden laut LBB untersucht, aber keine Grenzüberschreitungen festgestellt.

7. Mai 2005: Die Gips-Decken werden als Krankheitserreger ausgeschlossen. 14. Mai 2005: Die Polizisten sollen in ein Ausweichquartier umsiedeln. Das Innenministerium gibt bekannt, die zweite und dritte Etage des alten Präsidiums würden saniert. 7. Juni 2005: Das Landesumweltamt hat den Fußboden untersucht, es werden keine Schadstoffe festgestellt. LBB-Chef Hubert Heimann sagt, es gebe "keine schulmedizinische Erklärung". Er vermutet, die Ursache liege "im psychosomatischen Bereich". 11. Juni 2005: Die Polizei-Gewerkschaft wehrt sich gegen die Aussage des LBB-Chefs. Das sei "der Gipfel an Arroganz". 22. Juni 2005: Ein Lösemittel gerät in Verdacht, Auslöser für die Erkrankungen zu sein. 6. Juli 2005: Von der geplanten Sanierung der Fußböden wird wieder abgerückt, weil die Polizisten freiwillig nicht ins Gebäude zurückkehren wollen. Das verdächtige Lösemittel wird als Verursacher ausgeschlossen. 4. August 2005: Ein Schutzanstrich für Wände und Decken gerät auf die Verdächtigenliste. Allerdings haben Messungen keine Auffälligkeiten ergeben. 24. August 2005: Die vom Trierer Gesundheitsamt in Auftrag gegebene Analyse der Raumluft ergibt: alles sauber. 21. Oktober 2005: Der TV berichtet über die Ergebnisse der Gutachten-Bewertungen durch Dr. Gerhard Wiesmüller von der Uni Aachen. LBB-Chef Heimann sagt, alle Böden und die Fassade würden erneuert. Polizeichef Bitter teilt mit, das Präsidium werde geräumt. 26. November 2005: Ingo Penkwitt, LBB-Niederlassungsleiter Trier, schätzt die Kosten für eine Sanierung auf 15 Millionen Euro. Ein Neubau werde 30 Millionen Euro kosten. 17. Dezember 2005: Innenminister Karl-Peter Bruch (SPD) entscheidet, dass die Polizisten nicht mehr in das Präsidium einziehen sollen. Selbst nach einer umfassenden Sanierung hätte der Bau keine Akzeptanz bei den Beschäftigten. 7. Februar 2006: Polizeipräsident Bitter erklärt, Mitte 2009 solle auf einem Konversions-Gelände der neue Standort bezogen werden.