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Zensus 2011: Auch in der Region läuft es nach anfänglichen Pannen rund

Zensus 2011: Auch in der Region läuft es nach anfänglichen Pannen rund

Drei Wochen vor dem letzten Stichtag für die kleine Volkszählung meldet das Land Rheinland- Pfalz eine hohe Rücklaufquote bei den Fragebögen für Wohneigentümer. Auch bei den Haushaltsinterviews, die in der Zuständigkeit der Kommunen liegen, sind schon mehr als drei Viertel unter Dach und Fach.

Das Vertrauen der Bürger in den Umgang des Staates mit Daten scheint groß zu sein. 80 Prozent füllten die Fragebögen gleich gemeinsam mit dem Interviewer aus, nur wenige machten von dem Recht Gebrauch, sie später alleine zu bearbeiten. Nur ein bis zwei Prozent, also zwischen 5000 und 10 000 Bürger, hätten angekündigt, die Teilnahme zu verweigern, sagte der Präsident des Statistischen Landesamtes, Jörg Berres. Innen-Staatssekretärin Heike Raab lobte den Einsatz der 5600 ehrenamtlichen Erhebungsbeauftragten in den Kommunen. Sie sind noch bis zum 9. August unterwegs, um fehlende Daten einzuholen. Die säumigen Wohnungsbesitzer sind schriftlich gemahnt worden nachzuliefern. In der Region in Trier ist es nach einigen Pannen zu Beginn des Zensus Anfang Mai ruhig geworden um die Volkszählung. "Die Hälfte der Erhebungsbeauftragten hat ihre Arbeit schon komplett abgeschlossen", erläutert Jürgen Haubrich von der Kreisverwaltung Trier-Saarburg. "Wir liegen gut im Zeitplan", sagt auch Rainer Fries von der Stadtverwaltung Trier. In den Städten und Kreisen beginnt man in diesen Tagen mit einer stichprobenartigen Nachfrage, die der Qualitätssicherung der erhobenen Daten dienen soll. Größere Pannen wie die Zustellung von 224 Fragebögen an eine einzige Familie aus Speicher im Eifelkreis Bitburg-Prüm gab es - zumindest nach offizieller Lesart - nicht mehr. Für die meisten Debatten sorgte, dass die befragten Wohneigentümer für die Rücksendung ihrer Fragebögen selbst das Porto übernehmen mussten. Scherze wie in Braunschweig gab es nicht: Dort hatten Protestler in einem gefälschten Fragebogen nach sexueller Orientierung oder Drogenkonsum der Bewohner gefragt - und etliche Bögen ausgefüllt zurückerhalten. DiL