Zieht sich Ryanair komplett vom Flughafen Hahn zurück?

Luftverkehr : Zieht sich Ryanair komplett vom Flughafen Hahn zurück?

Die Fluggesellschaft Ryanair plant laut eines Berichtes der Allgemeinen Zeitung in Mainz einen Rückzug vom Hahn. Gegenüber volksfreund.de äußert sich die Fluggesellschaft zu den Gerüchten.

„Wir kommentieren keine Gerüchte oder Spekulationen. Die noch ausstehenden Sommerflugpläne 2019 finalisieren wir derzeit.“ So kommentiert der Kommunikationschef der irischen Fluggesellschaft Ryanair, Robin Kiely, auf Anfrage von volksfreund.de einen Bericht der Allgemeinen Zeitung in Mainz.

Diese berichtet heute, dass Ryanair ab kommenden Sommerflugplan nicht mehr vom Hahn fliegen werde. Die Zeitung beruft sich dabei auf Management-Kreise der Fluggesellschaft. Nach unseren Recherchen können einige Flüge im kommenden Sommer weiter gebucht werden, etwa nach Reus in Spanien.

Der Luftfahrtexperte Cord Schellenberg wertet diese Tatsache so, dass Ryanair weiter vom Hahn fliegen wird. Möglicherweise aber, so Schellenberg gegenüber volksfreund.de, würden keine Flugzeuge der Iren mehr auf dem Hahn stationiert werden.

Unterdessen hat das Flughafen-Management angebliche Pläne über einen kompletten Rückzug der Iren dementiert. „Nach meinen Kenntnissen ist das völliger Unsinn“, sagte Christoph Goetzmann, Mitglied der Hahn-Geschäftsführung, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind in einem regelmäßigen und engen Kontakt mit Ryanair und ich habe keine Hinweise, die auf einen Rückzug hindeuten.“

Der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf erhöht den Druck auf die rot-gelb-grüne Ampelkoalition in Mainz: “Die Landesregierung muss Klarheit liefern, wie es am Hahn weitergeht, um den wir uns große Sorgen machen. Wenn nicht sichergestellt ist, ob der Flugbetrieb aufrechterhalten wird, fordern wir die Einstellung von Zahlungen des Landes an den Hahn. Die CDU wird es nicht akzeptieren, Steuergeld an ein Projekt zu geben, das keine Zukunft hat.“ Rheinland-Pfalz könnte noch mit bis zu 75 Millionen Euro an Investitions- und Sicherheitsausgaben für den Hahn zur Kasse gebeten werden.

Der Hahn gehört zu 82,5 Prozent dem chinesischen Mischkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen.