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Ab Montag rollen die Bagger in Wincheringen-Bilzingen

Ab September müssen Autofahrer in Wincheringen-Bilzingen mit Behinderungen rechnen. TV-Foto: Archiv/Herbert Thormeyer
Ab September müssen Autofahrer in Wincheringen-Bilzingen mit Behinderungen rechnen. TV-Foto: Archiv/Herbert Thormeyer FOTO: Herbert Thormeyer (doth), Herbert Thormeyer ("TV-Upload Thormeyer"
Wincheringen-Bilzingen. Die Bilzinger Ortsdurchfahrt ist eine der schlechtesten Straßen im Kreis, sagt Wincheringens Ortsbürgermeister. Das soll sich ändern. Die Straße wird ab Montag, 4. September, ausgebaut. Und nicht nur das. Marion Maier

Wincheringen-Bilzingen Die Freudenburger haben es hinter sich, für die Bilzinger geht es nun los. Die Ortsdurchfahrt wird dort ab Montag, 4. September, ausgebaut. Allerdings sind die Ausmaße anders. Freudenburg hat 1750 Einwohner, und gearbeitet wurde dort dreieinhalb Jahre, ein Jahr länger als geplant. Wincheringens Ortsteil Bilzingen hat 136 Einwohner, und die Arbeiten sollen knapp eineinhalb Jahre dauern. Eigentlich sollten sie bereits im August starten. Allerdings musste der Baubeginn laut Landesbetrieb Mobilität Trier (LBM) aufgrund von "krankheitsbedingten Personalausfällen" und der Witterungsverhältnisse um wenige Wochen nach hinten verschoben werden.
Dabei hat die Straße die Erneuerung besonders nötig - zumindest sieht Ortsbürgermeister Elmar Schömann das so. Er sagt: "Vom Zustand her ist es eine der schlechtesten Straßen im Kreis." Der Ausbau sei dringend, die Gemeinde warte schon viele Jahre darauf. Und tatsächlich: Die Fahrbahn ist mit Löchern und Rissen übersät. Ein Gehweg existiert nicht. Schömann kündigt an, dass auch Bilzingens Dorfplatz im Zuge der Straßenarbeiten saniert und neu bepflanzt wird.

Was erneuert wird Die Kreisstraße 111 sowie die Landesstraße 134 werden laut LBM auf einer Länge von insgesamt rund 550 Metern ausgebaut. Neben der Fahrbahn, die im Fall der Landesstraße 5,50 Meter und im Fall der Kreisstraße fünf Meter breit wird, soll ein einseitiger Gehweg von 1,25 Metern Breite gebaut werden. Die Verbandsgemeindewerke Saarburg werden im gesamten Ausbaubereich Abwasser- und Wasserleitungen sowie die zugehörigen Hausanschlüsse erneuern. Zusätzlich werden Telekom und innogy/westnetz weitere Versorgungsleitungen verlegen. Zudem wird die Straßenbeleuchtung auf den neuesten Stand gebracht.

Wann erneuert wird Die Arbeiten sind in drei Bauabschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt wird die Kreisstraße 111 auf 260 Metern Länge ausgebaut. Der Landesbetrieb rechnet damit - entsprechende Witterung vorausgesetzt, dass dort bis etwa März 2018 gewerkelt wird. Anschließend erfolgt der Ausbau der Landesstraße 134 in zwei weiteren Bauabschnitten. Diese Arbeiten sollen laut LBM etwa Ende 2018 fertig sein.

Wie umgeleitet wird Da die Fahrbahnen so schmal und die Tiefbau- und Leitungsverlegearbeiten so umfangreich sind, muss die Straße während der Arbeiten komplett gesperrt werden. Im ersten Bauabschnitt wird die K 111 Richtung Helfant für den übergeordneten Verkehr voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die K 112 nach Helfant und von dort weiter über die K 110 Richtung Wincheringen und umgekehrt.

Was es kostet Bei der Baumaßnahme handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Landes Rheinland-Pfalz, des Kreises Trier-Saarburg, der Verbandsgemeindewerke Saarburg und der Ortsgemeinde Wincheringen mit einem Gesamtvolumen von 1,78 Millionen Euro. Das Land Rheinland-Pfalz investiert 463 000 Euro, der Kreis 394 000 Euro, die VG-Werke 800 000 Euro und die Gemeinde rund 125 000 Euro.