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Auf Schusters Rappen zum Altfels

Hans Zehren, Resi Winn, Karin Zehren und Helmut Winn (von links) aus Ayl sind vom Felsenpfad begeistert. TV-Foto: Hermann Pütz
Hans Zehren, Resi Winn, Karin Zehren und Helmut Winn (von links) aus Ayl sind vom Felsenpfad begeistert. TV-Foto: Hermann Pütz
Kastel-Staadt. Die Gemeinde Kastel-Staadt hat viele Besonderheiten. Der Ehrenfriedhof und die Klause zählen ebenso dazu wie die atemberaubende Landschaft entlang des Felsenpfads. Ihn hat das Deutsche Wanderinstitut jüngst zum Premium-Wanderweg gekürt, der als "Traumschleife" nun noch mehr Touristen locken soll. Von unserem Mitarbeiter Hermann Pütz

Rund 80 000 Besucher tummeln sich nach Auskunft von Ortsbürgermeister Harald Lehnertz jedes Jahr auf dem Kasteler Plateau. Ihr Ziel: die historische Klause, der Ehrenfriedhof und andere Sehenswürdigkeiten, die im Umfeld zu finden sind. Besonders beliebt ist der Felsenpfad, der sich rund um das üppig bewaldete Plateau schlängelt und - sofern die Kondition mitspielt - in drei Stunden zu bewältigen ist. Entlang des fast neun Kilometer langen Rundwegs finden sich weitere Sehenswürdigkeiten, etwa der Aussichtspunkt "Elisensitz", das Pintschbachtal und der Altfels, der erklettert werden kann und der einen atemberaubenden Blick auf das Saartal ermöglicht.

Kürzlich hat das Deutsche Wanderinstitut den Kasteler Felsenpfad zum Premium-Wanderweg gekürt - eine Ehre, die noch lange nicht jeder Wanderstrecke gebührt. So waren nach Auskunft von Stefanie Koch, Geschäftsführerin des Vereins Saar-Obermosel-Touristik (SOT), etliche Voraussetzungen zu erfüllen. Koch: "Premium-Wanderwege dürfen maximal zu 15 Prozent asphaltiert sein. Ein befestigtes Stück darf höchstens 1,2 Kilometer lang sein." Hinzu kommen eine abwechslungsreiche Landschaft und Sehenswertes entlang der Strecke. Der Felsenpfad darf sich künftig aber nicht nur Premium-Wanderweg nennen, sondern trägt neuerdings auch die Bezeichnung "Traumschleife" und ist damit Teil des Wanderwege-Netzes rund um den Saar-Hunsrück-Steig (siehe Extra). Vor diesem Hintergrund haben die SOT und der Verein Saartal-Obermosel insgesamt 10 000 Euro in die Infrastruktur des Felsenpfads gesteckt, wie SOT-Chefin Koch am Rande der offiziellen Eröffnung der Traumschleife in Kastel-Staadt erklärte. "Für das Geld wurden unter anderem 250 zusätzliche Markierungstafeln errichtet." Das Resultat: "Der Felsenpfad lässt sich nun wunderbar vermarkten", schwärmte Koch. So gebe es unter den Wander-Touristen eine Zielgruppe, die sich speziell die Traumschleifen aussuche. "Die Leute kommen dann in die Region und bleiben auch einige Zeit dort." Genau davon werde nicht zuletzt das örtliche Beherbergungs- und Gastronomiegewerbe profitieren.Extra Der 2007 eröffnete Saar-Hunsrück-Steig ist ein 184 Kilometer langer Fernwanderweg, der im saarländischen Orscholz beginnt und über Hermeskeil bis Idar-Oberstein führt. Eine Stichstrecke führt von Hermeskeil nach Trier. Im Umfeld des Saar-Hunsrück-Steigs gibt es derzeit 44 weitere Premium-Rundwanderwege, die sogenannten Traumschleifen. Eine davon ist der Kasteler Felsenweg. Weitere sind in Pellingen und im Bereich Saarburg/Trassem geplant. Der Kasteler Felsenweg ist rund 8,8 Kilometer lang, in drei Stunden zu bewältigen und gilt wegen einiger Steigungen als mittelschwer bis schwer zu erwandern. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.saar-obermosel.de