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Aufwertung für wenig Geld

 Hier ist schon länger niemand mehr heruntergerutscht. Die Rutsche muss aus Sicherheitsgründen erst mal abgebaut werden. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Hier ist schon länger niemand mehr heruntergerutscht. Die Rutsche muss aus Sicherheitsgründen erst mal abgebaut werden. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Fisch. Mit dem neuen Spielplatz am Lebensfluss in Fisch wird die Anlage am Jakobushaus nur noch wenig genutzt. Ganz will der Ortsgemeinderat die naturnah gestaltete Spielanlage jedoch nicht abbauen, sondern erst mal sichern. Für die Fläche der Freiluftbühne und das direkte Umfeld werden neue Gestaltungsideen gesucht.

Fisch. Auf der regennassen Edelstahlrutsche liegt das Herbstlaub. Seit es die tolle Spielanlage am Lebensfluss gibt, verschmähen die jüngsten Fischer Bürger den Spielplatz am Jakobushaus zusehends. Doch jetzt sind auch noch Mängel festgestellt worden.
"Das Holz zum Aufstieg zur Rutsche mit Weidenstämmen fault", stellt Ortsbürgermeister Otmar Wacht in der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderates fest. Sein Vorschlag, die Rutsche bis zum nächsten Frühjahr abzubauen, wurde einstimmig angenommen. Ganz verschwinden soll dieser Spielplatz jedoch nicht, denn, so Ratsmitglied Stefan Kaiser: "Es ist eine sehr naturnahe Anlage." Und das wäre doch schade. Ratsmitglied Heike Faß erklärt sich spontan bereit, das nötige Material für den Wiederaufbau der Rutsche zu spenden. Der Ortsgemeinde entstehen also keine Kosten.
Kita bleibt Erfolgsgeschichte


"Bis zum nächsten Frühling sollten wir uns Gedanken um eine Neugestaltung machen", rät Ortschef Wacht. Das gilt auch für die Bühne am Jakobushaus, die zurückgebaut einen größeren Platz ergäbe, beispielsweise für einen Weihnachtsmarkt. Ratsmitglied Armin Hunsicker, der zu dieser Sitzung erst verpflichtet wurde, will alle Bürger mit einbeziehen: "Vorschläge sind ausdrücklich erwünscht."
Eine Erfolgsgeschichte bleibt weiterhin die neue Kita in Fisch. Über die Annahme von Spenden im Gesamtwert von 3730 Euro, zweckgebunden für die kleinen Nutzer, entschied der Rat, natürlich einstimmig. "Damit sind die Spielgeräte hinter dem Kindergarten bezahlt", freut sich Otmar Wacht.
Einen Grundsatzbeschluss fasste der Fischer Rat zum Angebot der Vermittlung der französischen Sprache für die Kinder der Einrichtung. Wer diese jedoch übernimmt und wie viel das kostet, ist noch unklar.
Der dringenden Empfehlung der Verbandsgemeindverwaltung, die Gewerbesteuer von 330 auf 365 Prozent zu erhöhen, ist der Fischer Rat noch nicht nachgekommen. Erst soll geklärt werden, wie viel Gewerbesteuer das 380-Einwohner-Dorf mit nur wenigen Betrieben überhaupt einnimmt. doth