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Blues-Musiker feiern Jubiläum mit dem Ducsaal

Geben Gas: Jaques Ruppert und Claude Bintz (von links) von der luxemburgischen Band Crossroads. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Geben Gas: Jaques Ruppert und Claude Bintz (von links) von der luxemburgischen Band Crossroads. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Freudenburg. Mit den Bands Crossroads aus Luxemburg und Triple B aus dem Saarland startet der Freudenburger Ducsaal eine Konzertreihe, mit der er seinen Gästen danken will. In den vergangenen 30 Jahren hat sich der Club zu einer der ersten Adressen für Livemusik in der Region gemausert.

Freudenburg. "Seit 30 Jahren bin ich hier Gast, und jetzt trete ich mit meiner Band selbst hier auf. Darauf bin ich stolz". Ein größeres Kompliment hätte Peter Noß, Gitarrist und Sänger der saarländischen Blues-Band Triple B, dem Inhaber des Freudenburger Ducsaals, Manfred Weber, nicht machen können. Drei Jahrzehnt Ducsaal feierten die Musiker gemeinsam mit einem begeisterten Publikum. Einige Stammgäste gratulierten persönlich, manche brachten sogar Geschenke für Manfred Weber mit. Der Eintritt war zu diesem feierlichen Anlass frei. Dazu wurden kleine Häppchen gereicht und T-Shirts und CDs verlost.
Musikclub-Betreiber Weber will den 30. Geburtstag seines Clubs in drei Schritten feiern: "Jetzt war der Blues an der Reihe. Im Frühjahr folgen Folk und Rock." Denn in diesen drei Stilrichtungen arbeitet der Ducsaal für sein Publikum. Welche Bands im nächsten Jahr spielen, steht noch nicht fest. Eines jedoch schon. "Auf jeden Fall wollen wir unser hohes Qualitätsniveau beibehalten", sagt Weber. Von den beiden Bands des Abends ist er positiv überrascht: "Die machen das richtig gut."
Die Gruppe Crossroads aus Luxemburg hat ihren eigenen Stil entwickelt, den sie mit Stücken von großen Künstlern wie Johnny Winter, der Climax Blues Band (die kommt 18. November selbst in den Ducsaal) oder Eric Clapton vermischt. "Wir spielen aber auch unsere eigenen Sachen", darauf legt Claude Bintz, Sänger und Gitarrist der Band, großen Wert.
"Unser Name - Triple B - steht für Beheizter Blues-Bunker", klärt Triple-B-Sänger und -Gitarrist Peter Noß auf. Auf einer Baustelle im saarländischen Hüttersdorf begann im Jahr 2008 die Geschichte der Band, die auch vor Reggae-Rhythmen und eigenen Santana-Interpretationen nicht zurückschreckt.
Geschätzte 100 Musikfreunde waren zu der Geburtstagsfeier gekommen. Unter ihnen auch Stammgast Wilfried Blumann. Der Achtzigjährige aus Trier lässt sich kaum ein Konzert entgehen. "Rock und Blues, das ist doch noch Musik", findet er. Und nur im Freudenburger Ducsaal sei man so dicht an den Musikern dran. Bettina Boesen (47) aus Freudenburg schätzt ebenfalls das Flair des Clubs: "Das ist wie in einem großen Wohnzimmer mit guter Musik." In der Tat, der Ducsaal hat sich seit 30 Jahren nicht verändert. Und das wird wohl auch so bleiben. doth