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Saarburg/Trier/Wittlich
Wildtierzentrum in Saarburg: Chancen für Singvögel und Eichhörnchen

Eichhörnchenkinder an der Flasche: Im Wildtierzentrum Saarburg werden die Kleinen aufgepäppelt.
Eichhörnchenkinder an der Flasche: Im Wildtierzentrum Saarburg werden die Kleinen aufgepäppelt. FOTO: Wildtierzentrum - Pflege und Artenschutz e. V.
Saarburg/Trier/Wittlich. Die Pflegestation für Wildtiere in Saarburg ist dank „Meine Hilfe zählt“ erweitert worden. Der Verein Panuves ist in Bolivien engagiert. Von Martin Recktenwald

Wildtiere haben es heutzutage nicht leicht – überall drängt der Mensch mit Bauwerken und Maschinen in ihren Lebensraum ein. Die daraus entstehenden Gefahrenquellen, beispielsweise der Autoverkehr, führen regelmäßig zu verletzten und verwaisten Tieren. Ihnen eine zweite Chance zu geben, hat sich der Saarburger Verein Wildtierzentrum – Pflege und Artenschutz zum Ziel gesetzt. Für die Pflege und Aufzucht von Singvögeln und Kleinsäugern gibt es dabei Unterstützung durch „Meine Hilfe zählt“: Fast 3000 Euro wurden für das Projekt gespendet.

Die Wildtierpflege-Station in Saarburg konnte dadurch mit einem Boxensystem ergänzt werden. „Für die Spenden wurden mindestens 30 Aufzuchtboxen gekauft, in denen Kleintiere und Vögel zur Aufzucht leben, bis sie in größere Volieren umziehen oder direkt ausgewildert werden“, schreibt der Verein. Die Unterbringungsmöglichkeiten sind für jene Pflegezeiten gedacht, in denen die Tiere noch nicht so viel Platz benötigen. Ein Zuhause mit den Abmessungen 124,1 mal 35 mal 42 Zentimeter erscheint Menschen vielleicht nicht allzu geräumig. Für ein verletztes Eichhörnchen kann es aber zur sicheren Zuflucht werden, um neue Kräfte zu sammeln. Zur Ausstattung der Boxen gehören auch einige Wärmelampen, die über die Spenden ebenfalls finanziert wurden.

Der Wittlicher Verein Panuves sieht messbare Erfolge seiner Arbeit für ein Kinderheim in La Paz (Bolivien). „Seit wir die Grundversorgung der Kinder im Kinderheim sichern, liegt die Säuglingsterblichkeitsrate dort bei null Prozent“, berichtet Sabine Teusch, eine der Vereinsgründerinnen. Regelmäßig wird dieses Engagement durch Spenden der TV-Leser unterstützt. Zuletzt wurden wieder rund 2356 Euro vom Verein aus dem Sammlungstopf abgerufen.

Das Geld geht weiter nach La Paz ans Kinderheim Carlos de Villegas. Verwaltungskosten versuche der kleine gemeinnützige Verein Panuves dabei auf einem Minimum zu halten: 2017 hätten diese beispielsweise nur 0,03 Prozent des Etats ausgemacht. So bleibe mehr übrig für die Anschaffung der im Kinderzentrum dringend benötigten Grundversorgungsgüter wie eine bestimmte Säuglingsmilch, Körperpflegemittel, Windeln, Medikamente sowie Unterrichtsmaterial. Wer das Kinderheim unterstützen möchte, kann weiterhin unter der Projektnummer 63582 spenden.

Der Finanzierungsanschub von bislang 2260 Euro über „Meine Hilfe zählt“ hat die Trierer Tafel bei der geplanten Anschaffung eines neuen Kühlfahrzeugs ein gutes Stück vorangebracht. „Wir kommen unserem Ziel nun immer näher und können in den kommenden Wochen die Angebote prüfen und das Fahrzeug dann bald anschaffen. Vielen Dank“, wendet sich der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), Betreiber der Tafel, an die Spender.

Das Kühlfahrzeug wird benötigt, um die Lebensmittel von den abgebenden Supermärkten zur Ausgabestelle der Tafel in der Weberbach zu transportieren. Dort werden die Lebensmittel an bedürftige Menschen weitergegeben. Bei vielen Frischwaren ist eine durchgehende Kühlkette unerlässlich und zwingend vorgeschrieben. Eines der beiden dafür von der Tafel eingesetzten Fahrzeuge ist in die Jahre gekommen und erfüllt die technischen Anforderungen nicht mehr. Für die Neuanschaffung bittet der SkF um Unterstützung. Man hofft, durch Spenden 10 000 Euro zusammenzubekommen. Seit dem Projektstart bei „Meine Hilfe zählt“ im Juli  hat sich dahingehend schon einiges getan: Alleine in der vergangenen Woche gingen 400 Euro an Spenden ein. Weiterer Anschub kann unter der Projektnummer 63871 gegeben werden.

Das Projekt „Hilfe für Tim“ der Interessengemeinschaft Eifelbiker – Biker helfen Kindern ist durch die Spenden der vergangenen Wochen ein gutes Stück weiter gekommen. Fast die Hälfte der benötigten 5000 Euro ist bereits gesammelt. Mit dem Geld möchten die Biker den achtjährigen Tim unterstützen und ihm einen Spezialhelm, eine sogenannte Kopf­orthese, finanzieren. Denn Tim ist mit einer Erkrankung geboren, die seine Schädelform deformiert hat. Eine Therapie mit dem Helm könnte helfen, langfristige gesundheitliche Folgen zu mildern - beispielsweise Schädigungen an den Halswirbeln, die dauerhafte Kopfschmerzen verursachen können.

Doch die Krankenkasse lehnt es ab, dafür Kosten zu übernehmen. Also sind die Biker eingesprungen, um Tims Familie zu unterstützen. Neuestes Vorhaben ist ein Stand an der Kirmes in Lissendorf am 14. Oktober. Der Erlös aus dem Getränkeverkauf soll weitere Mittel für das Projekt bringen. Spenden sind jederzeit über die Nummer 62577 bei „Meine Hilfe zählt“ möglich.

Das Säublings- und Kleinkinderzimmer im Kinderheim in La Paz (Bolivien).
Das Säublings- und Kleinkinderzimmer im Kinderheim in La Paz (Bolivien). FOTO: Panuves e. V.