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Jubiläum
Klöckner gratuliert: Lions-Club Saarburg wird 25

Mit schmackhaften Andenken verabschiedet: Lions-Präsident Dr. Peter Stolz (links) und der Präsident des Partnerclubs Merzig, Dr. Markus Kniesbeck, be-dankten sich bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.
Mit schmackhaften Andenken verabschiedet: Lions-Präsident Dr. Peter Stolz (links) und der Präsident des Partnerclubs Merzig, Dr. Markus Kniesbeck, be-dankten sich bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. FOTO: Herbert Thormeyer
SAARBURG. Der Lions-Club Saarburg feiert Jubiläum mit rund 100 Gästen im Ratssaal auf dem Schlossberg. Auch die Landwirtschaftsministerin ist unter den Gratulanten.

Vor 25 Jahren ging der Lions Club Saarburg auf Wunsch des damaligen Bürgermeisters Hans Houy und des Präsidenten des Patenclubs in Merzig, Ernst Kohn, hervor. Dieses Jubiläum wurde jetzt mit einer prominenten Festrednerin, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, im Ratssaal auf dem Schlossberg mit rund 100 Gästen gefeiert.

„Es ist eine einzige Erfolgsgeschichte“, sagt der heutige Lions-Präsident Peter Stolz. Er macht das am Betrag von 210 000 Euro fest, der durch Aktivitäten der heute 41 Clubmitglieder zusammengekommen ist, um Bedürftigen zu helfen, aber auch die Kultur zu unterstützen. „Erst durch die entspannte Clubatmosphäre mit interessanten Vorträgen und Exkursionen ist ein erfolgreiches Wirken nach außen möglich“, unterstreicht der Präsident.

Ministerin Klöckner setzte in ihrem Vortrag dieses Wirken unter dem Motto „We serve“ (zu Deutsch: „Wir dienen“) als bürgerliches Engagement der derzeitigen Polarisierung der Gesellschaft entgegen. Zu Letzterem sagt sie: „So etwas habe ich, seit ich 2002 in die Politik ging, noch nicht erlebt.“ Es zählten keine Fakten mehr, sondern nur noch, ob man dafür oder dagegen sei.

Dabei sollten sich die Menschen doch mehr Gedanken über das Menschenbild machen: „Jeder hat unterschiedliche Talente, und jeder kann was besonders gut“, findet die Politikerin. Diese Talente zu fördern sei auch ein Ziel der Lions und: „Wer etwas für andere tut, hinterlässt Spuren bei denjenigen, denen geholfen wird.“ Sie selbst wolle an einem Benefizradrennen für krebskranke Kinder teilnehmen, das gerade geplant werde. Gründungspräsident der Saarburger Lions war vor 25 Jahren Josef Schäfer. An sein Wirken erinnerte der heutige Merziger Lions-Präsident Markus Kniesbeck: „Den Merziger Lions ist es eine große Ehre, Patenclub zu sein.“ Die Saarburger hätten sich prächtig entwickelt. Menschen in Not zu helfen, sei mehr als nur die Brieftasche zu öffnen. Es würden eher Projekte entwickelt und realisiert, um anderen eine Freude zu bereiten.

„Das sei genau der Unterschied zwischen ,We serve, wir dienen’, und ,We help, wir helfen’, erklärt Wolfgang Ernst, Vize-Governor (Englisch für Gouverneur) des Lions-Districts mit 114 Clubs und 4100 Mitgliedern. Frauen tragen zwar nicht das Lions-Abzeichen als Mitglieder am Revers, aber im Herzen. Lions ist für Ernst die Abkürzung für: Leben ist ohne Nächstenliebe sinnlos.

Clubmitglied ist auch Landrat Günther Schartz. „Es macht Spaß, Mitglied zu sein“, findet er und hebt ebenso die Rolle der Frauen hervor: „Ohne sie wäre vieles im Club nicht gelaufen.“ Alle Präsidenten hätten viel Zeit und Fleiß in die Projekte im gesellschaftlichen Auftrag für die Menschen vor Ort gesteckt.

Auch Bürgermeister Jürgen Dixius dankte im Namen der Menschen, denen geholfen wurde. Die Gesellschaft lebe vom Ehrenamt. Er sei stolz auf die Lions und das, was in diesem Club geleistet wird. In den vergangenen Jahren hat der Saarburger Lions Club Benefiz-Treffen mit Old- und Youngtimern organisiert, bei denen bis zu 10 000 Euro zusammenkamen. Unter anderem wurde mit dem Geld der Förderverein Krebskranker Kinder Trier unterstützt. Ansonsten hat der Verein schon für ganz unterschiedliche Projekte Geld gespendet, ob für Kitas in Saarburg und Trassem, für ein Fitnessgerät auf dem Spielplatz in Merzkirchen oder einen Solartiefbrunnen in Äthiopien.