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Die Cité Sud ist offiziell Neubaugebiet

Saarburg. Die Bagger haben ihren Dienst getan. Die nicht sanierten Wohnblöcke der Cité Sud sind abgerissen. Nun ist auch der formale Teil für die Erschließung des Neubaugebietes erledigt: Der Saarburger Stadtrat hat den Bebauungsplan beschlossen. Julia Kalck

Saarburg. Es ist gerade mal 13 Monate her, dass die letzten Bewohner der Saarburger Cité Sud ihre Wohnungen verließen. Inzwischen wurden viele der Wohnblocks abgerissen, um Platz zu schaffen für neue Häuser. Damit diese gebaut werden können, musste die Stadt aber auch die formalen Voraussetzungen erfüllen und einen Bebauungsplan aufstellen. Den hat der Stadtrat nun am Donnerstagabend einstimmig beschlossen. Damit wird das Konversionsprojekt in Kürze rechtskräftig und die Stadt hat ihr Ziel, den Plan noch in diesem Jahr zu beschließen, erreicht.Keine Anpassung an Altbauten



Im Rahmen der Bürgerbeteiligung waren drei Stellungnahmen eingegangen, von denen die eines Kaufinteressenten noch in den Plan eingearbeitet wurde - er bat darum, die Baugrenze um einige Meter zu erweitern. Dem stimmte der Rat zu. Ein weiterer Vorschlag lautete, die gestalterischen Vorgaben des Neubaugebiets stärker an die vorhandene Bebauung in der Thrasoltstraße anzupassen. Ein Anwohner schlug vor, keine Flachdächer zuzulassen, keine roten Dächer zu erlauben und die Farben der Gebäudefassaden auf helle, pastellfarbene Töne zu beschränken. Dies lehnte die Verwaltung ab. Begründung: Die Häuser in der Thrasoltstraße wurden überwiegend in den 1950er und -60er Jahren gebaut und eignen sich daher in Sachen Dachform und Gestaltung nicht als Maßstab für die Neubauten. Über die Gestaltung der Wohnhäuser im Neubaugebiet hatte sich der Stadtrat in der vergangenen Sitzung unterhalten, auch der Bauausschuss hatte mehrfach darüber diskutiert. Vor allem bei den Dachfarben waren sich die Ratsmitglieder nicht einig. Letztlich stimmte der Rat mehrheitlich dafür, dunkelrot, anthrazit und dunkelgrau zuzulassen (der TV berichtete).
Ist der Plan rechtskräftig, kann die Entwicklungsgesellschaft Saarburg (EGS), die für die Erschließung und Vermarktung zuständig ist, diese Arbeit beginnen. Geplant war, die ersten Grundstücke an der Thrasoltstraße noch in diesem Jahr zu erschließen. Im gesamten ersten Bauabschnitt sind 45 Grundstücke vorgesehen. Die Nachfrage ist gut, wie EGS-Geschäftsführerin Monika Heimes bereits vor einigen Wochen bestätigte. Insgesamt entstehen rund 100 Bauplätze, die innerhalb von zehn Jahren verkauft werden sollen.Extra

Bei einer Enthaltung (Hans-Werner Biewen, SPD) hat der Stadtrat beschlossen, sich am Entschuldungsfonds des Landes zu beteiligen. "Es wird keine einfache Aufgabe", sagt Stadtbürgermeister Jürgen Dixius. In den kommenden Wochen wird sich der Rat damit beschäftigen, wo die Stadt sparen kann (ausführlicher Bericht folgt). Einstimmig schloss sich der Rat dem Vorschlag des Lagenausschusses an, die Weinlage Saarburger Rausch zu vereinheitlichen. Damit sollen die noch vorhandenen Einzellagen in diesem Bereich - Bergschlösschen, Schlossberg und Antoniusbrunnen - wegfallen, um den Winzern die Bewirtschaftung und Vermarktung dieser Lage zu erleichtern. jka