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Eisenberg folgt Rosenbaum

Neuer Mann an der Spitze der Jungen Union im Kreis: Der bisherige Kreisvorsitzende Jens Rosenbaum (links) gratuliert seinem Nachfolger Paul Eisenberg zur Wahl. Foto: Miguel Castro
Neuer Mann an der Spitze der Jungen Union im Kreis: Der bisherige Kreisvorsitzende Jens Rosenbaum (links) gratuliert seinem Nachfolger Paul Eisenberg zur Wahl. Foto: Miguel Castro
KONZ. Ein Stabwechsel an der Spitze und ein Appell zur Unterstützung im Landrats-Wahlkampf durch den CDU-Kreisvorsitzenden Günther Schartz: In der Sitzung des Kreisverbands der Jungen Union (JU) standen Dankesreden und das Thema "Hartz IV" auf der Tagesordnung. ARRAY(0x1a4e67fc0)

Paul Eisenberg, 23 Jahre alter Jurastudent, ist neuer Vorsitzender des Kreis-CDU-Nachwuchses. Er wurde vom JU-Kreistag ohne Gegenstimmen gewählt. Günther Schartz beschwört Nachwuchs

Der Neue, gebürtig aus Russland, lebt seit zwölf Jahren in Konz. "Ich will mehr Mitglieder hinzugewinnen", umschreibt Eisenberg sein primäres Ziel. Der Kreisverband zähle 275 Mitglieder. Junge Leute dazu zu bewegen, sich in der Politik zu engagieren, das sei die Aufgabe, erklärte der Jungpolitiker unter Verweis auf das Sinken des durchschnittlichen Mitgliedsalters. Sein Vorgänger, der 26-jährige Jens Rosenbaum, stand sechseinhalb Jahre lang an der Spitze des Verbands. "Es war eine schöne Zeit. Aber man soll aufhören, wenn es am schönsten ist." Das CDU-Kreisvorstandsmitglied zog eine positive Bilanz: Als Höhepunkte seiner Amtszeit nannte Rosenbaum unter anderem die erfolgreiche Teilnahme an den Kommunalwahlen und die Feiern zum 35-jährigen Bestehen der Kreis-JU. Vertreter lokaler Gruppen, Landeschef Martin Winter und CDU-Kreisvorsitzender Günther Schartz, der den Nachwuchs zur Unterstützung im Landratswahlkampf beschwor, gratulierten dem Uni-Absolventen. Die Wahl von Eisenberg war nicht die einzige auf diesem von Harmonie geprägten Kreistag. Neu dabei als Vorstandsmitglied ist etwa Alexandra Wagner (25) aus Schweich. Unter den Beisitzern finden sich auch Schüler und Handwerker. Der Kreistag streifte auch andere Themen: So verabschiedeten die Teilnehmer eine Erklärung, wonach die bestehende Struktur des ländlichen Systems von Rettungs wagen beizubehalten sei. Hintergrund ist die geplante Novellierung des Landesrettungsdienstgesetzes. Kommunen schielen auf Ein-Euro-Jobber

Gegen Ende der Abendsitzung stand Schartz zum Thema "Hartz IV" aus kommunaler Sicht Rede und Antwort. Demnach seien verlässliche Angaben über die genaue Einteilung der Betroffenen noch nicht möglich. Dies hänge auch mit anfänglichen Softwareproblemen und der geringen Vorlaufzeit zusammen. Der Verbandsgemeinde-Chef aus Saarburg stimmte zu, dass die Kommunen mit den Ein-Euro-Jobbern durchaus liebäugeln würden. Er mahnte aber vor einer Vorverurteilung dieser billigen Arbeitskräfte. "Unter ihnen sind viele gute und motivierte Leute, die gegen ihren Willen arbeitslos sind", so Schartz.