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Feuerwehr-Großübung an der Saarburger Sesselbahn (Fotostrecke) (Video)

FOTO: Wilfried Hoffmann
Saarburg. Jedes Jahr üben die Einsatzkräfte der verschiedenen Hilfsorganisationen den Ernstfall an der Saarburger Seilbahn. Am Samstag waren mehr als 100 Einsatzkräfte damit beschäftigt, rund 70 Darsteller aus ihren Gondeln zu befreien. Wilfried Hoffmann

Das Szenario: An der Saarburger Seilbahn kommt es zwischen der Tal- und der Bergstation gegen 18.30 Uhr zu einem technischen Defekt - die Besuchern sitzen in den Gondeln in der Luft fest und müssen alle sicher und so schnell wie möglich gerettet werden.

Die Übung: Vier Einsatzabschnitte wurden für die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk (THW) und die Höhenrettung eingerichtet. An den Zufahrten zur Bergstation konnte die Personen über eine Drehleiter aus den Gondeln geholt werden. Die Drehleiter wird dort eingesetzt, wo eine Aufstellung im Straßenbereich möglich ist. An unwegsamen Stellen war eine Rettung über die Drehleiter nicht möglich. Hier mussten die Höhenretter des THW und der Feuerwehr die Personen abseilen. Das Deutsche Rote Kreuz war für die Erstversorgung und Registrierung der geretteten Personen an den Abschnitten verantwortlich. Bei mehr als hunderttausend Fahrgästen im Jahr sind jährliche Übungen an der Seilbahn unerlässlich. Ohne Übung erlischt die Betriebserlaubnis.

Das Fazit: Erst gegen 21 Uhr war die letzte Person gerettet. Zum Abschluss der Übung trafen sich die Einsatzkräfte und Darsteller an der Bergstation auf dem Warsberg zu einer Stärkung. Der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Saarburg, Bernhard Hein, war mit der Übung sehr zufrieden. Alles sei reibungslos verlaufen, wenn auch mit zwei Stunden Dauer nicht so zügig wie erhofft. "Daran werden wir im nächsten Jahr arbeiten", sagt Hein. Dann soll eine weitere Höhenrettungsgruppe für mehr Geschwindigkeit bei der Rettung sorgen.

Beteiligt an der Übung waren die Feuerwehren aus Saarburg, Mettlach, Konz, Ayl und Biebelhausen. Außerdem die Höhenrettungseinheiten der Feuerwehr Beurig und der Berufsfeuerwehr Trier und der THW Ortsverband Saarburg. Seitens des Rettungsdienstes war der DRK Ortsverein Saarburg, der DRK Ortsverein Konz, der DRK Ortsverein Ruwertal und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und Katastrophenschutz mit insgesamt zehn Fahrzeugen im Einsatz.