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Fuß vom Gaspedal!

Eine Tempo-30-Zone soll im Wohngebiet Berendsborn die Anwohner schützen.Foto: Karl-Peter Jochem
Eine Tempo-30-Zone soll im Wohngebiet Berendsborn die Anwohner schützen.Foto: Karl-Peter Jochem
KONZ. "Langsamer fahren" heißt es seit einigen Tagen auf dem Berendsborn. In einem großen Teil des Wohngebietes wurde eine Tempo-30-Zone eingerichtet. ARRAY(0x1a997e58)

Mit Ausnahme der Straßen "Am Berendsborn", "Graf-Metternich-Straße", "Stauffenbergstraße", Ausoniusstraße" und der "Kurfürstenstraße" darf in dem Wohngebiet künftig höchstens mit 30 Stundenkilometern gefahren werden. Der Antrag, hier eine Tempo-30-Zone einzurichten, kam von der CDU-Fraktion im Stadtrat. "Wir haben uns von den positiven Erfahrungen im Wohngebiet Roscheid leiten lassen und die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob Gleichartiges auch auf dem Berendsborn möglich sei", sagt Fraktionsvorsitzender Wulf Zschauer. Das Wohngebiet sei baulich ähnlich geeignet wie Roscheid, wo bereits seit vielen Jahren die generelle Geschwindigkeitsbeschränkung gelte. In den von der Geschwindigkeitsbeschränkung ausgenommenen Straßen sei die Einrichtung einer Tempo-30-Zone nicht möglich, sagt Edgar Stru von der Verbandsgemeindeverwaltung. Die "Graf-Metternich-Straße" sowie "Am Berendsborn" seien Durchgangsstraßen, die zudem als Vorfahrtsstraßen ausgewiesen seien und durch die eine Buslinie führe. Zudem sei in Teilbereichen die zulässige Höchstgeschwindigkeit bereits durch entsprechende Verkehrszeichen auf 30 Stundenkilometer herabgesetzt worden.Kein Unfallschwerpunkt

Dass in den meisten Straßen aufgrund versetzt parkender Fahrzeuge sowieso kaum schneller gefahren werden kann, ist für den Konzer Beigeordneten Bernd Henter kein Argument gegen die generelle Geschwindigkeitsbeschränkung. Henter: "Man muss unterscheiden, was praktisch und rechtlich möglich ist. Tagsüber parken dort nicht so viele Fahrzeuge, so dass durchaus schneller gefahren werden könnte." Die Einrichtung der Tempo-30-Zone sei zur Verlangsamung des Verkehrs und zum Schutz der Anwohner und insbesondere der Kinder sinnvoll. Zwar sei das Wohngebiet kein Unfallschwerpunkt, und generelle Geschwindigkeitsüberwachungen seien auch nicht vorgesehen, heißt es in der Verwaltung. Bei Bedarf könnte aber eine Geschwindigkeitsmessanlage aufgestellt werden. Sollte es von Seiten der Anwohner zu vermehrten Klagen über Geschwindigkeitsüberschreitungen kommen, dann könnte auch die Polizei gebeten werden, Radarkontrollen vorzunehmen. Morgen in unserer Serie "Kreis ganz nah": Zukunft für den Stadtteil: das Neubaugebiet in Konz-Könen.