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Gerockter Bach und feierliches Gotteslob

Gemeinsam mit dem Musikverein Saarburg klingt der Kirchenchor in St. Laurentius besonders dynamisch.TV-Foto: Herbert Thormeyer
Gemeinsam mit dem Musikverein Saarburg klingt der Kirchenchor in St. Laurentius besonders dynamisch.TV-Foto: Herbert Thormeyer
Saarburg. Die Missa Katharina von Jacob de Haan aus dem Jahre 2007 stand im Mittelpunkt des Jubiläumskonzertes des Chores, der seit zwei Jahrhunderten die Gottesdienste in St. Laurentius mit großem Klang aufwertet. Doch alt heißt nicht unmodern. Johann Sebastian Bach wurde den 250 Zuhörern in völlig ungewohnter Art und Weise präsentiert.

Saarburg. Große Kompositionen sind in jeder Variation gut. Die Toccata und Fuge in d-Moll von Johann Sebastian Bach - ein Werk, das fast jeder Kirchenbesucher mit der Orgel im Ohr hat - geht auch als Rockversion durch. Mit einem entsprechenden Arrangement des Niederländers Jan van Kraedonckl hat der Musikverein Saarburg in der Kirche St. Laurentius die rund 250 Zuhörer zum Auftakt des Konzerts zum Kirchenchorjubiläum zunächst verblüfft.
Auch der Kirchenchor selbst setzt auf die Qualität eines Niederländers: Jacob de Haan. Eher bekannt durch massentaugliche Blasmusikwerke war seine "Missa Katharina" von 2007 von den Saarburger Sängern bereits mehrfach aufgeführt worden. Es klingt historisch, ist aber fast krachneu.
Besonders unter die Haut ging Gabriellas Song von Stefan Nilsson aus dem Film "Wie im Himmel". Dies vor allem wegen der Solostimme von Sopranistin Andrea Hagen.
"Hier wird die universelle Harmonie beschrieben. Singen befreit", sagte Pastor Georg Goeres, der Präses dieses Klangkörpers, begeistert. Der gesamte Chor sei eine Vision von Kirche, gleichermaßen gesungene Harmonie, bei der aber dennoch jede Stimme zu ihrem Recht kommt.
Zuhörer applaudieren stehend


Für "Großer Gott, wir loben dich", setzte sich Edwin Fell an die Orgel. Achim Schneider war der Dirigent dieser Zugabe. Stehend applaudierten die Zuhörer und bedankten sich so bei den Musikern.
Darunter Nicole Zehren aus Saarburg. Sie sagte: "Ich liebe Chorgesang. Das hört sich mit einem Orchester noch besser an." Zuhörerin Magdalena Peters aus der Stadt Trier erkannte im Konzert des Kirchenchors, dass dessen 200-jährige Geschichte spürbar war: "Die Begeisterung der Akteure für diese Musik klingt mit." doth