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Größe zeigen

Zur Berichterstattung über die Bürgermeisterwahl in Wawern:

"Miteinander für Wawern" - die Kernaussage der CDU-Wahlwerbung und der Antrittsrede des neuen Bürgermeisters ist zur Farce geworden. Unbestritten ist die Wahl der Ortsbeigeordneten demokratisch einwandfrei, kommunalpolitisch in dieser Form aber schlicht unanständig. Der Verzicht auf Franz Zebe als wertvolle Ressource im Dorfvorstand ist zudem sehr unklug. Eine konstruktive und fruchtende Zusammenarbeit der beiden Fraktionen im Gemeinderat wird durch diese Entscheidung erheblich erschwert. Schier unmöglich wird sie sein, solange der neue Bürgermeister sich nicht deutlich und aufrichtig für seine Verfehlungen entschuldigt. Für den Fehler, den er mit seinem Brief in der nervenaufreibenden Zeit nach der Wahl gemacht hat, kann ich noch ein gewisses Verständnis aufbringen. Ich vermisse aber die Größe und Fairness, die dem Bürgermeister von Wawern gut zu Gesicht stünden, diesen Fehler einzustehen. Mit der Veröffentlichung dieses Leserbriefes verzichte ich auf juristische Schritte gegen Bürgermeister Greis. Eine gerichtlich erzwungene Entschuldigung wäre in meinen Augen keine aufrichtige Entschuldigung. Dirk Wagner, Wawern