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Großer Bahnhof für den Bahnhof

In und um den Bahnhof ist viel los zur offiziellen Eröffnung: Thomas Linnertz, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, spricht zu den geladenen Gästen (Foto oben). Die Räume des Jugendzentrums wirken einladend (Foto unten links). Das Gebäude stammt von 1862. TV-Fotos (3): Marion Maier
In und um den Bahnhof ist viel los zur offiziellen Eröffnung: Thomas Linnertz, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, spricht zu den geladenen Gästen (Foto oben). Die Räume des Jugendzentrums wirken einladend (Foto unten links). Das Gebäude stammt von 1862. TV-Fotos (3): Marion Maier FOTO: (h_sab )
Saarburg. Jugendzentrum und Sozialraumzentrum Saarburg haben sich der Öffentlichkeit vorgestellt. Viele waren da - auch der Chef der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Marion Maier

Saarburg Seit Anfang des Jahres wird das gesamte Saarburger Bahnhofsgebäude wieder genutzt - nicht nur der Raum mit dem Videoreisezentrum. Nach einem Umbau sind Jugendzentrum und Sozialraumzentrum dort eingezogen. Die beiden Einrichtungen haben sich bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt. Am Nachmittag gab es Kinderspielaktionen wie Hüpfburg und Kinderschminken, die laut Veranstaltern mäßig gut besucht waren. Im Gegensatz dazu ist das Jugendzentrum, dessen Träger das Bistum Trier ist, ansonsten mit um die 40 jungen Leuten täglich gut besucht.
Am Abend gab es dann großen Bahnhof für den Bahnhof. Da wurde mit Musik von der Jugendkapelle des Musikvereins Beurig die Neueröffnung gefeiert. Zu den Gästen gehörten unter anderem Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die den Umbau geplant hatten, Stadtratsmitglieder, die gerade eine Sitzung absolviert hatten und die Handwerker vom Umbau. Bürgermeister Jürgen Dixius wies darauf hin, dass die Stadt 800 000 Euro in Kauf und Umbau des Bahnhofs investiert habe. Gefördert wurde das Projekt zu 75 Prozent im Rahmen des Bund-Länder-Programms Stadtumbau. Das war dann auch der Grund, warum Thomas Linnertz, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, in Vertretung des rheinland-pfälzischen Innenministers sprach. Er nannte den Umbau des Bahnhofs ein tolles Projekt. Die Nachnutzung gerade solcher Gebäude sei oft nicht einfach, sagte Linnertz.
Rebecca Montes von der Propstey Taben-Rodt stellte die Arbeit des Sozialraumzentrums vor. In dem Zentrum arbeitet die Propstey mit zwei weiteren freien Trägern zusammen, nämlich dem Sozialwerk Saar-Mosel und Reaktiv 2010. "Unsere Arbeit ruht auf drei Säulen", sagte Montes. Zum einen werde Familien ambulante Unterstützung im Alltag angeboten. Dabei kämen Betroffene von selbst, um sich in Erziehungsfragen beraten zu lassen. Es gebe aber auch Fälle, in denen das Jugendamt hilfsbedürftige Familien benenne. Zum andern erfüllt das Sozialraumzentrum laut Montes eine Lotsenfunktion und müsse andere Organisationen deshalb gut kennen. Zudem bietet das Sozialraumteam Kindern und Jugendlichen flexible Hilfe an, kurz Flex genannt. Dechant Klaus Feid hat anschließend die Räume im Bahnhof eingesegnet. Es folgte Kontrastprogramm: eine Open House Party mit der Band Helium Nation und DJ.

FOTO: (h_sab )
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