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Ihr Herz schlägt für Saarburg

Eva Schmitz kontrolliert, ob die Ausschilderung des Saarburger Panoramawegs vom Warsberg in die Stadt noch vollständig ist. TV-Foto: Alexander Schumitz
Eva Schmitz kontrolliert, ob die Ausschilderung des Saarburger Panoramawegs vom Warsberg in die Stadt noch vollständig ist. TV-Foto: Alexander Schumitz FOTO: Alexander Schumitz (itz) ("TV-Upload Schumitz"
Saarburg/Trassem. Eva Schmitz lebt in Trassem. Dennoch engagiert sie sich als Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungs vereins Saarburg und hat sogar die Ehrennadel der Stadt erhalten. Der TV erklärt, wie sie dazu kommt. Alexander Schumitz

Saarburg/Trassem Das Herz von Eva Schmitz schlägt für Saarburg. Und das, obwohl sie selbst - wie sie scherzt - im "Saarburger Stadtteil Trassem" lebt. Deshalb engagiert sich Eva Schmitz seit ihrem Ruhestand vor sechs Jahren als Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) für die Stadt.
"Ich bin in Saarburg aufgewachsen und interessiere mich sehr für Geschichte und Geologie", sagt die 68-Jährige.
Jüngst wurde sie für diesen Einsatz mit der Ehrennadel der Stadt Saarburg ausgezeichnet. Eine Anerkennung, die von der Stadt in jedem Jahr nur einmal erteilt wird.
Damit verbunden ist ein Eintrag ins Goldene Buch der Stadt. Für die frühere Fachlehrerin für Floristik war das "erst eine Überraschung, dann habe ich mich gefreut, und jetzt fühle ich mich auch geehrt".
Als sie 2011 den Vorsitz des VVV übernahm, war sie sich nicht sicher, ob sie sich das zutraut. "Aber dank der Unterstützung des Vorstands läuft es heute sehr gut", sagt Schmitz. Mitgliedsanträge hat sie immer in der Handtasche. Denn ihr erklärtes Ziel ist es, dass die Zahl der Mitglieder wieder den Stand der 1990er Jahre erreicht. Damals hatte er rund 180 Mitglieder, inzwischen sind es knapp 130. Schmitz: "Je mehr wir sind, umso selbstständiger können wir handeln, umso unabhängiger sind wir."
Der Wunsch nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit von der Stadt Saarburg war 1978 der Motor, die Mittwochskonzerte ins Leben zu rufen. Seither gibt es jedes Jahr zwischen Ende Juni und Mitte August sieben Konzerte auf dem Boemundhof. Mehrere Tausend Zuhörer genießen die Musik, treffen Freunde und trinken das eine oder andere Glas Wein. Und wenn sie Glück haben, gewinnen sie mit ihrem Los beispielsweise eine Kurzreise. Eintritt wird keiner kassiert.
Trotzdem verdient der Verein bei diesen Veranstaltungen Geld. Die Tombola ist bei den Gästen beliebt. "Auch unsere Sponsoren ziehen mit und loben attraktive Gewinne aus", sagt Schmitz. Sie selbst organisiert seit etlichen Jahren die Abende. Möglich sei das nur, weil viele Saarburger Vereine aushelfen - etwa Schichten im Bierwagen besetzen oder Stühle auf- und wieder wegstellen.
Die Einnahmen fließen in Projekte für die Stadt. So wurde etwa vor einigen Jahren die Quelle des Salzbrunnens im Kammerforst mit Hilfe des Vereins neu gefasst. Ihm ist es auch zu verdanken, dass nachts die Wallfahrtskirche Sankt Marien im Stadtteil Beurig angeleuchtet wird. In den vergangenen Jahren beteiligte man sich finanziell etwa bei der Anlage des Panoramawegs sowie des Burg rundwegs.
Auch für 2017 gibt es schon Pläne. Welche, will Schmitz im TV-Gespräch nicht verraten. "Wir führen noch Gespräche mit der Stadt, wie wir uns einbringen können. Erst wenn die Planung abgeschlossen ist, gehen wir damit an die Öffentlichkeit." Sie wirbt lieber dafür, Mitglied im Verschönerungsverein zu werden und sich aktiv für die Stadt einzusetzen.
Schmitz: "Als unabhängiger Verein interessiert uns nur das Wohl der Stadt."
Mehr Infos zum Verkehrs- und Verschönerungsverein sind im Internet zu finden unter <%LINK auto="true" href="http://www.vvv-saarburg.de" text="www.vvv-saarburg.de" class="more"%>