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Im Visier: Kühe, Gänse und Pferde

Die Tierschau auf dem Feller Markt ist ein besonderes Erlebnis für Jung und Alt. Sehnsüchtig schon von hunderten Zuschauern der Tierschau in Fell erwartet: die "Gänseklara" alias Klara Krämer.Foto: Katja Krämer
Die Tierschau auf dem Feller Markt ist ein besonderes Erlebnis für Jung und Alt. Sehnsüchtig schon von hunderten Zuschauern der Tierschau in Fell erwartet: die "Gänseklara" alias Klara Krämer.Foto: Katja Krämer
FELL. (kat) Unter den Augen von großen und kleinen Tierliebhabern, einigen Grundschulklassen und der lokalen Polit-Prominenz führten Tierhalter und Kleintierzüchter ihre Prachtexemplare auf dem grünen Parcours neben dem Festzeltplatz des Feller Marktes vor.

"Der Feller Viehmarkt ist Pflicht", sagt Peter Lautem aus Nittel-Köllig. Noch grast seine prachtvolle Kuh "Charlais", die "amtierende" Bundessiegerkuh ihrer Rasse, friedlich auf der Wiese. Mit dabei ist das zwei Monate alte Kalb. Acht Monate lang wird die siebenjährige Mutterkuh das Junge säugen. Zehn Minuten lang stellt der stolze Besitzer sein Juwel aus dem Stall hunderten von Zaungästen vor. "Die Tiere sind jetzt froh, wenn sie Ruhe bekommen", sagt der Halter. Bevor es im Anhänger Richtung Fell gegangen war, hatten die Mutterkuh und der Nachwuchs schon zwei Tage im "Zentrum Grün" als Schauobjekt auf der Landesgartenschau hinter sich gebracht. Ein Heimspiel hat Familie Portz vom Fellerhof: Seit 30 Jahren ist sie mit von der Partie. In diesem Jahr gibt sie den Zuschauern eine Kostprobe ihrer Reitkünste. Schulfrei gibt es jedes Jahr für den "Auftritt hoch zu Ross" der beiden Töchter Henriette und Katharina. Unzählige Ärmchen strecken sich nach den Tieren. Der Wunsch, das Fell eines Pferdes zu berühren, ist groß. Die Enttäuschung ebenso, wenn nur der Nachbar das Glück hat, das Tier zu streicheln. Abstand muss gehalten werden, während Alfons Krämer auf seinem weißen Araber in Schritt und Galopp über die Wiese reitet. Geschniegelt und gestriegelt, im wahrsten Sinne des Wortes, schreitet auch der Hengst von Roswitha Marx aus Kenn am Publikum vorbei. Während einige Landwirte fachsimpeln, erfreuen sich die Besucher an einem Esel auf dem der Bordercollie "Rex" Reitversuche unternimmt. Um Nachwuchs muss sich Helmut Schneiders, Ortsbürgermeister und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Feller Ortsvereine, die für die Organisation des Festes zuständig ist, keine Sorgen machen: Souverän zieht Niklas Meirer (7) seine Hauskaninchen in einem Bollerwagen an den begeisterten Zuschauern vorbei. Noch einmal darf "Rex" demonstrieren, welcher Jagdtrieb in ihm steckt: Vier Warzenenten zeigt er, wo es lang geht. Was "Rex" kann, kann Gänseklara (Klara Krämer) aus Fell schon lange. Untrennbar mit dem Feller Viehmarkt verbunden, führt sie mit einer Laufente auf dem Arm alljährlich ihre Gänseschar vor. Hinter den Kulissen hat es sich derweil ein Zwerghahn im Sattel des Haflingers von Kathrin Stenzel gemütlich gemacht. Vor dem Start beendet war für einen Landwirt die Tierschau. Er hat die Auflage missachtet, dass nur Tiere mitmachen dürfen, die vorher auf Seuchen untersucht wurden. "Da gibt es keine Ausnahme. Er musste gehen", sagt Mitorganisator Winfried Merz.