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Kastel-Staadter planen ein Dorf-aktiv-Fest

Kastel-Staadt. Welche Projekte stehen 2017 in den Orten der Verbandsgemeinde Saarburg an? Gemeinsam mit den Ortsbürgermeistern wirft der TV in einer Serie einen Blick in die Zukunft. Im ersten Teil geht es heute um Kastel-Staadt.

Kastel-Staadt. Das Ortsbild ist in Kastel-Staadt auf Vordermann gebracht. "Nach zweieinhalb Jahren haben wir eine neue Dorfstraße und einen neuen Dorfplatz. Darauf sind wir sehr stolz", sagt Ortsbürgermeister Hubert Schommer. Auch der Weg zum Friedhof ist instand gesetzt, und die früheren Strommasten im keltisch-römischen Areal stören nicht mehr, weil die Kabel jetzt unter der Erde liegen.
"Das müssen wir jetzt alles erhalten und pflegen", sagt der Ortschef als Erstes, wenn er nach den Aufgaben in 2017 gefragt wird. Ab 1. März hilft dabei ein neuer Gemeindearbeiter, weil der jetzige nach dem Sommer seinen wohlverdienten Ruhestand antritt. "Es gibt viel zu tun, gerade wegen unseres keltisch-römischen Erbes", sagt Schommer. Die Pflege des Felsenwanderweges ist ebenfalls zu leisten. Die passiert jedoch in Zusammenarbeit mit der Saar-Obermosel-Touristik.
Für seine Aufgaben bekommt der Neue in Diensten Kastel-Staadts eine eigene Werk- und Maschinenhalle. Der Standort muss jedoch in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg erst noch gefunden werden. Das Saarburger Modell, nach dem Kastel-Staadt und Trassem als Vorreiter zu sorgenden Gemeinschaften weiterentwickelt werden, ist an einen teuren Punkt gekommen. "Wir wollen nach Mannebacher Vorbild ebenfalls eine Dorfgesundheitshütte", sagt Schommer. Aber auch hier ist die Frage: wohin?
TV Serie: Unsere Dörfer 2017


Damit das Zusammenwirken in den sechs Arbeitsgruppen noch besser funktioniert und neue Mitstreiter gefunden werden, soll am Samstag, 20. Mai, ein Dorf-aktiv-Fest veranstaltet werden. Die bislang 30 Engagierten wollen Zuwachs bekommen. "Interesse zu wecken geht bei einem Bier und einer Bratwurst am besten", findet Schommer.
Bei der Infrastruktur will Kastel-Staadt zunächst einmal Baulücken im Ort schließen, bevor das Baugebiet erweitert wird. Bei bis zu 70 000 Besuchern im Jahr ist es für Schommer weiterhin ein Unding, wenn es an den historischen Stätten keine Gastronomie gibt. Die Besucher kommen wegen der weithin sichtbaren Klause, der Grabeskirche für den blinden König Johann von Böhmen. Viele wandern auch zum Altfels und auf dem Premiumwanderweg Kasteler Felsenpfad oder besuchen das antike römische Kulttheater. "Wir werden wenigstens die Toiletten im Keller des Bürgerhauses offen halten", kündigt Schommer an. Er glaubt weiter an die Realisierung eines neuen Treffpunkts im Ort. Dafür war schon mal eine Blockhütte im Gespräch. doth