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Auszeichnung
Kinder- und Jugendkunstschule in Saarburg ist „aufgestiegen“

An der Jugendkunstschule in Saarburg kommen Kinder auf vielfältige Weise mit Kunst in Berührung – wie hier bei einem Malkurs der  Künstlerin Cordue.
 
An der Jugendkunstschule in Saarburg kommen Kinder auf vielfältige Weise mit Kunst in Berührung – wie hier bei einem Malkurs der  Künstlerin Cordue.   FOTO: Jugendkunstschule
Saarburg. Das Land hat die Einrichtung in einen besonders erlauchten Kreis aufgenommen. Sie  sucht noch Teilnehmer für ihr Ferienprogramm. 

Seit 2008 fördert Rheinland-Pfalz den Auf- und Ausbau von sogenannten Jugendkunstschulen. Sie bieten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Raum für ihre Kreativität  und fördern Fähigkeiten in allen künstlerischen Sparten für alle sozialen Schichten.

Das Angebot der Einrichtungen reicht von bildender Kunst, Theater und Musik bis hin zum Erstellen von  Videos und der Arbeit mit neuen Medien.

Nach zehn Förderjahren und drei Millionen Euro an Jugendkunstschulen im Land vergebenen Fördergeldern zieht Kulturminister Konrad Wolf ein positives Zwischenfazit: „Die Jugendkunstschulen haben sich seit 2008 zu einem wichtigen Katalysator für die kulturelle Bildung in unserem Land entwickelt. Sie bieten jedem Kind die Chance, selbst künstlerisch aktiv zu werden. Mädchen und Jungen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen können sich so zu starken Persönlichkeiten entwickeln.“

Eines der rund 30 in Rheinland-Pfalz geförderten Projekte ist die Kinder- und Jugendkunstschule der Kulturgießerei in Saarburg. Angegliedert an das Haus der Familie und das Mehrgenerationenhaus bietet sie Ferienprogramm für Kinder, aber auch Kooperationen mit Schulen oder die Gestaltung von Kindergeburtstagen an. Mit diesem Angebot zählt sie zu den besten Einrichtungen ihrer Art im Land. Das hatte Anfang des Jahres eine Experten-Jury des Landes einstimmig entschieden. Ende Juni wurde sie so zur „Jugendkunstschule Rheinland-Pfalz“ ernannt. Die Auszeichnung wurde neu eingeführt, um den großen Unterschieden zwischen den geförderten Projekten Rechnung zu tragen. Sie solle zeigen, „welche Einrichtungen die Kriterien einer professionellen Jugendkunstschule besonders gut erfüllen“, so Wolf. Nachdem ein Jahrzehnt lang insbesondere der Aufbau solcher Schulen gefördert wurde, möchte das Land jetzt den Fokus verstärkt auf deren qualitative Weiterentwicklung legen.

Das rheinland-pfälzische Kulturbüro attestierte dem Saarburger Projekt unter anderem ein besonders vielfältiges soziales und kulturelles Angebot. Auch herausragende pädagogische und künstlerische Kompetenzen der Betreuer sind wichtige Kriterien für das neue Prädikat. Zusammen mit zehn weiteren Einrichtungen  darf die KiJuSchu Saarburg jetzt mit einem speziellen Logo des Landes werben, das als besonderes Qualitätsmerkmal etabliert werden soll.