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Kleine Feuerwehren sollen aufgewertet werden

Feier in Dilmar: Bürgermeister Jürgen Dixius (links) und Wehrleiter Bernhard Hein (Zweiter von links) mit verdienten Wehrleuten aus der gesamten Verbandsgemeinde Saarburg. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Feier in Dilmar: Bürgermeister Jürgen Dixius (links) und Wehrleiter Bernhard Hein (Zweiter von links) mit verdienten Wehrleuten aus der gesamten Verbandsgemeinde Saarburg. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Palzem-Dilmar. Musik und Feuerwehrkameradschaft haben sich im Palzemer Ortsteil Dilmar beim Fest zu Ehren des heiligen Florian getroffen. Verdiente Wehrleute wurden verabschiedet und ihre Leistung gewürdigt. Die Wehrleitung will auch kleine Dorfwehren stärker in Alarmpläne einbinden. Herbert Thormeyer

Palzem-Dilmar. Drei Tage ist im Palzemer Ortsteil Dilmar ein Fest zu Ehren des Schutzpatrons der Feuerwehren, des heiligen Florian, gefeiert worden. "Dieses Fest ist vor 18 Jahren eingeführt worden, damit die Leistung der Wehren auf den Dörfern mehr gewürdigt wird", erklärt Wehrleiter Bernhard Hein den Unterschied zum Feuerwehrtag, der eine Woche später in Serrig stattfindet.
Die drei Festtage organisierte die Dilmarer Wehr gemeinsam mit dem Musikverein Kreuzweiler, denn, so dessen Vorsitzender Alexander Schilli: "Wir sind in 20 Jahren erst zum vierten Mal in Dilmar. Da wurde es höchste Zeit."
Die Musik spielten jedoch andere. Zackig marschierte der Spielmannszug der Feuerwehr Serrig unter der Stabführung von Josef Dellerie ins Festzelt ein. Die Musikvereine aus dem Saarland, von Tünsdorf und Orscholz, spielten am zweiten Tag auf.
"Unser Schutzpatron, der heilige Florian, hat am 4. Mai Namenstag", erklärt Wehrführer Arnold Becker. Ein solches Fest diene der Pflege der Kameradschaft.
"Die Verbandsgemeinde steht als Gewährsträger hinter allen Wehren", versichert Bürgermeister Jürgen Dixius. So sehen das auch alle Fraktionen im Rat. Ein Fest diene dazu, miteinander ins Gespräch zu kommen. Gerade die Ortswehren seien wichtig für die flächendeckende Sicherheit. Die Stärkung dieses Ehrenamts sei eine Daueraufgabe.
Die Wehr in Dilmar und ihre 14 Aktiven haben Tragkraftspritzenanhänger. "Auch diese Wehr produziert Sicherheit", stellt der Palzemer Ortsbürgermeister Florian Wagner fest. Ebenso dankte Landrat Günther Schartz den Rettern, die mit der Bevölkerung besonders verbunden sind: "Gerade auf dem Land ist es wichtig zu wissen, dass man geholfen bekommt."
Wehrleiter Bernhard Hein freut sich über das Engagement der Wehr in Dilmar: "Es ist viel Arbeit in die Renovierung des Feuerwehrhauses gesteckt worden." Die Wehrleitung wolle auch die kleineren Wehren stärker in die Alarm- und Ausrückplanung einbeziehen, damit im Ernstfall auch tagsüber immer genügend Einsatzkräfte zur Verfügung stehen.
Hein kritisierte die noch nicht flächendeckend eingeführte digitale Alarmierung: "Beim Funk muss die Feuerwehr immer noch zweigleisig fahren."
Extra

Mit 63 in die Alterswehr: Egon Altenhofen, Kahren; Josef Kaudy und Erwin Rommelfanger, Biebelhausen; Peter Schilz, Beuren; Klaus Treis, Esingen; Bruno Peifer, Kastel-Staadt, Johann Niederkorn, Körrig; Hans Klein, Kreuzweiler; Johann Neusius, Meurich; Klaus Bauer, Portz; Herbert Schlögl, Rommelfangen; Leo Lauer, Schoden (als ehemaliger Bürgermeister Chef der Wehr); Karl-Heinz Schories, Südlingen; Ralf Loch und Robert Wagner, Taben-Rodt; Klaus Haupert und Ernst Thiel, Serrig. Würdigung für 45 Dienstjahre: Peter Schilz, Beuren; Johann Niederkorn, Körrig, Peter Schmitt, Palzem. Würdigung für 35 Dienstjahre: Kurt Mettlach, Ferdi Müller und Josef Benzmüller, Löschzug Mitte; Gerard Lahr und Gottfried Schwebach, Bilzingen; Franz-Josef Reuter, Helfant; Jürgen Jochem Kelsen; Albert Fox, Körrig, Stephan Fisch, Schoden. doth