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Künstler Gunter Demnig verlegt 24 Stolpersteine

FOTO: Julia Kalck
Freudenburg. Im Gedenken an ihre ehemaligen jüdischen Mitbewohner haben Freudenburger gemeinsam mit Gästen in einer feierlichen Zeremonie 24 Stolpersteine am Marktplatz eingelassen. Unter den Gästen waren auch Angehörige aus den USA, Israel und Norwegen.

Die Feier wurde von Schülern des Gymnasiums Saarburg und von Freudenburger Jugendlichen mit gestaltet. Das Jugendorchester war mit einigen Musikern vertreten. Die Schüler lasen Biografien der 24 vor, für die jeweils einer der zehn mal zehn Zentimeter großen Steine in den Boden eingelassen wurde.

Es handelt sich bei den 24 Menschen um Mitglieder der Familien Kahn und Samuel-Weil. Zwölf von ihnen überlebten den Nazi-Terror nicht. Sie wurden in Auschwitz, Minsk und Treblinka ermordet.

Die Stolpersteinlegung in Freudenburg war die erste in der Verbandsgemeinde Saarburg und nach Aussagen des Künstlers Gunter Demnig der 627.Ort in Deutschland. Unter anderem gibt es seit 2010 Stolpersteine auch in Konz-Könen, Konz-Oberemmel, Greimerath, Waldrach und Trier. Seit zehn Jahren verlegt der Künstler die Steine. Inzwischen gibt es 28000 Steine - nicht nur in Deutschland, sondern insgesamt in zehn Ländern.