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Weihnachten
Kugeln für Weihnachtsbaum gehen weg wie warme Semmeln

Erst in der Dämmerung beginnen die vielen Lichter auf dem Saarburger Christkindlmarkt so richtig zu wirken.
Erst in der Dämmerung beginnen die vielen Lichter auf dem Saarburger Christkindlmarkt so richtig zu wirken. FOTO: Herbert Thormeyer
SAARBURG. Der Brand des Saarburger Rathauses hat auch Auswirkungen auf den Saarburger Christkindlmarkt. Von Herbert Thormeyer

Dieser Saarburger  Christkindlmarkt ist etwas anders. Die Idylle am Wasserfall und der Lichterglanz zeigen ihre Wirkung wie gewohnt. Aber die Häuschen stehen weiter verstreut als sonst. Unter den Besuchern muss es sich erst rumsprechen, dass an der St.-Laurentius-Kirche und auf dem Pferdemarkt noch welche stehen.

„Die Sicherheit geht vor“, nennt Sandra Gehlen von der Stadt Saarburg den Grund. Denn nach dem Brand des Verwaltungsgebäudes auf dem Schlossberg wurden die Hütten so aufgestellt, dass die Feuerwehr keine Probleme hätte, wenn sie einen Brand in der Fußgängerzone löschen müsste.

Doch mit ihrem Standort waren die Betroffenen nicht zufrieden. „Wir müssen halt dahin, wo man uns den Standort zuweist“, sagt Maria Fissen aus Meurich bedauernd, während sie Wollsachen strickt. Ihre Mützen und Schals, so vermutet sie, würden sich besser verkaufen, wenn nebenan ein Getränke- oder Essensstand wäre. Dennoch schätzen die Besucher gerade Handgemachtes. Gehlen sagt: „Im Allgemeinen sind die Händler mit dem Umsatz zufrieden, obwohl der Markt mit einem mäßigen Besuch gestartet ist.“

Honig und Honigprodukte aus Ockfen bietet Thea Schmidt auf dem Pferdemarkt an. Auch sie ist mit dem Standort unzufrieden, zumal der Kinderkarussellbetreiber, der sein Fahrgeschäft neben dem Brunnen aufbauen wollte, wegen Krankheit abgesagt hat. „Ich hoffe, dass diese Hütte Anfang der Woche umgestellt wird“, fordert sie. Laut Gehlen ziehen die Organisatoren für die kommende Woche Änderungen auf dem Pferdemarkt in Betracht.

Bei der Eröffnung dankte Bürgermeister Jürgen Dixius allen Organisatoren und Betreibern. Er sagte:  „Die Stadt ist wunderschön gestaltet und in eine weihnachtliche Stimmung versetzt.“ Der Kugelverkauf für den Sozialen Weihnachtsbaum läuft gut. Warum hängen dann nicht mehr Kugeln dran? „Die meisten Käufer nehmen ihre Kugeln mit nach Hause“, erklärte Gehlen. An den ersten beiden Tagen seien mehr als 600 Kugeln verkauft worden. Besonders die von Kindern gestalteten und verkauften Kugeln hätten es den Besuchern angetan.

Gabi Jüttke aus Heusweiler hat von Kollegen vom Christkindlmarkt erfahren: „Die haben mir gesagt, der ist toll, da müsst ihr hin.“ Ihre Erwartungen seien voll erfüllt worden, ganz ohne Geschubse und Gedränge. Und Michael Burg aus Irsch findet: „Das ist so eine schöne, familiäre Atmosphäre hier. Man kann seine Kinder mitbringen und sich gemeinsam an der schönen Beleuchtung freuen.“ Am Abend nahm der Betrieb zu. Die Stadtführungen seien im Vorfeld ausgebucht gewesen, sagte Gehlen.