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Kultur auf dem Lande

Mit Mehrings Zukunft ist zu rechnen: Die Mädchen und Jungen der Grundschule bewiesen ihr Können beim Neujahrskonzert.Foto: Dietmar Scherf
Mit Mehrings Zukunft ist zu rechnen: Die Mädchen und Jungen der Grundschule bewiesen ihr Können beim Neujahrskonzert.Foto: Dietmar Scherf
MEHRING. (dis) Rund 100 Gäste begrüßten Ortsbürgermeister Helmut Reis und der Leiter des Touristikvereins, Karl-Heinz Josten, anlässlich des Neujahrskonzertes.

Zum achten Mal hatte Mehring zum Neujahrskonzert eingeladen. Zum ersten Mal allerdings feierten die Bürger den Empfang in den Räumlichkeiten der neuen Schule. Neben Erich Bales und Alois Porten von der Verbandsgemeindeverwaltung Schweich waren alle engagierten Einwohner des Weinortes gekommen. Besonders begrüßte Reis die Vereinsvorsitzenden, und besonders den Leiter der Winzerkapelle, Klaus Madert, der sich gleichzeitig auch für das bekannte Winzerspieles verantwortlich zeichnet. Neben dem Vorsitzenden des Kreisheimatvereins, Dittmar Lauer aus Kell, begrüßte der Ortsbürgermeister auch königliche Hoheiten. So war neben Schützenkönig Norbert Dixius natürlich auch die örtliche Weinkönigin Carmen II. der Einladung gefolgt. In seiner Ansprache dankte Reis aber auch der Seniorengruppe, die mit der Renovierung des Wassertretbeckens Mehring über Fernsehen und Hörfunk im Land bekannt machte. Reis: "Deshalb hat unser Ort vor allem auch bei jüngeren Leuten einen hohen Stellenwert erlangt und ist noch lebenswerter geworden." Damit dies auch so bleibe und sich noch verbessere, wolle die Gemeinde in Zukunft den Bau der Windkraftanlagen vorantreiben, um auch dadurch den Haushalt aufzubessern. Reis geht davon aus, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau von acht Anlagen begonnen werden kann. Mit den Erträgen soll der Ausbau einer weiteren Ortsstraße und der Umbau der alten Schule zu einem kulturellen Zentrum als neue Heimat für die Ortsvereine finanziert werden. Durch das Programm führte Josten, dem bei manchen Lied- und Gesangsvorträgen "die Gruseln ausgegangen waren", wie er in schönstem Mehringer Platt bekundete. Dass es auch anderen Gästen "den Buckel runterlief", daran waren die Mitwirkenden der Feierstunde mit ihren Lied- und Gesangsvorträgen schuld. Dabei stand, so der faszinierte Leiter des Touristikvereins, das deutsche Volkslied im Vordergrund. Zum Gelingen trugen Ursula Bier, Nadine Klein, Kristina Baden, Martin Polotzek und Pianistin Carla Späder-Welter genauso wie die Kinder der und Lehrer der Grundschule bei. Natürlich fehlte auch die Mehringer Gesangsgruppe nicht. Zwischentexte sprach Karl-Heinz Josten. Der begeisterte Hochwälder Dittmar Lauer, den seit Jahrzehnten die Kultur, der Sport und die Geschichte mit dem Moselort verbinden: "Ich komme gerne mit meiner Frau nach Mehring, denn der Ort ist wirklich geeignet dafür, die Kultur auf dem Land zu fördern." Dies sei mit ein Grund dafür, dass er den Ausbau der alten Schule zum kulturellen Zentrum sehr begrüße.