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Löschen, keltern und feiern

Architektin Vanessa Neukirch (links) überreicht Wehrführer Christoph Reiland die Schlüssel zum Feuerwehrdomizil. Ortsvorsteher Reinhardt Paulus (rechts) präsentiert die Anerkennungsurkunde des Landkreises. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Architektin Vanessa Neukirch (links) überreicht Wehrführer Christoph Reiland die Schlüssel zum Feuerwehrdomizil. Ortsvorsteher Reinhardt Paulus (rechts) präsentiert die Anerkennungsurkunde des Landkreises. TV-Foto: Herbert Thormeyer FOTO: Herbert Thormeyer (doth), Herbert Thormeyer ("TV-Upload Thormeyer"
Saarburg-Kahren. Mit einem Kelterraum und ansprechendem Platz für die Feuerwehr ist das neue Dorfzentrum von Saarburg-Kahren neuerdings ausgestattet. Etwa 600 Gäste, weit mehr als der Ort Einwohner hat, feierten die Inbetriebnahme. Herbert Thormeyer

Saarburg-Kahren. Drei Jahre harte Arbeit liegen hinter der Dorfgemeinschaft von Kahren, damit der Stadtteil in neuem Glanz erstrahlt. Belohnt wurde der ehrenamtliche Einsatz 2015 mit der Silbermedaille auf Landesebene im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Eine zentrale Infrastruktureinrichtung ist jetzt mit der Kombination aus Spritzenhaus und Dorfscheune fertig geworden.
Das wurde zwei Tage lang tüchtig gefeiert von geschätzten 600 Gästen. Die zusätzlichen Festbesucher waren weit mehr als die Gastwehren ringsum, die zu Besuch kamen. Für die örtlichen Brandbekämpfer geht ein jahrelanges Provisorium zu Ende.
Ortsvorsteher Reinhardt Paulus hob die aufwendige Planung des ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Gebäudes und die Mithilfe fast aller seiner Mitbürger hervor: "Das ist ein 300 000-Euro-Projekt, an dem sich auch das Land, die Verbandsgemeinde und die Stadt Saarburg beteiligt haben."
Ein großer Sprung für Kahren


Es ist der vorläufige Höhepunkt einer ganzen Reihe von Verbesserungen und Instandsetzungen, wie das Bürgerhaus oder das Umfeld der Pfarrkirche, Brunnenplatz, der Bouleplatz und der Kinderspielplatz. Doch Paulus weiß: "Wir sind noch lange nicht fertig." Landrat Günther Schartz ist begeistert: "Hier sieht man, Kahren hat einen enormen Sprung gemacht." Die Bürger selbst hätten das Dorf richtig gut gestaltet und dabei die vorhandene Bausubstanz genutzt, anstatt abzureißen und etwas Modernes hinzustellen. Schartz sieht eine "klasse Entwicklung" für den gesamten Saargau.
Wehrführer Christoph Reiland blickt mit seiner kleinen Wehr mit zehn Aktiven und drei Alterskameraden optimistisch in die Zukunft: "Wir wollen diesen Standort erhalten."
Bürgermeister Jürgen Dixius sieht den Stadtteil auch wegen der Produkte, die dort entstehen, im Aufwind: "Solche Initiativen unterstützen Land und Gemeinde gerne." Der Ort trage zu Recht seinen Slogan: "Wir sind Kahren."
Wehrleiter Bernhard Hein freut sich: "Die Zeit des Schuppens ist vorbei." Die Kahrener Wehr habe sich jedoch nie über ihre mangelhafte Unterkunft beschwert. Eva Schmitz, Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, sagte: "Heute ist der Tag des Ehrenamtes." Auch der Verein habe Kahren in seinem Bemühen, gleichzeitig schöner und moderner zu werden, immer unterstützt.
Architektin Vanessa Neukirch überreichte die Schlüssel zum neuen, historischen Haus mit der Feststellung: "Kahren ist Vorbild für viele Orte."