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Verkehr
Mehr Unfälle, mehr Verletzte

FOTO: Klaus Kimmling / TV
Saarburg/Konz. Die Zahl der Unfälle erreicht im Raum Saarburg und Konz den Höchstwert der vergangenen zehn Jahre. Von Jörg Pistorius
Jörg Pistorius

Mehr Unfälle, mehr Verletzte – die Unfallbilanz der Polizeiinspektion Saarburg ist ein Dokument, das viele Tragödien umfasst, aber auch gleichzeitig dazu beitragen soll, die Lage auf den Straßen sicherer zu machen. Die Polizeiinspektion Saarburg, zu der auch die Polizeiwache in Konz gehört, betreut ein Gebiet von 380 Quadratkilometern. Die Beamten sind zuständig für 58 Ortsgemeinden in den Verbandsgemeinden Saarburg und Konz und auch Teile der Verbandsgemeinde Kell am See.

Die Unfälle: Im Jahr 2017 nahmen die Beamten der Polizeiinspektion Saarburg und der Polizeiwache Konz insgesamt 1740 Verkehrsunfälle auf (1676 waren es im Jahr 2016). Alarmierend: Das ist ein neuer Höchstwert im Zehn-Jahres-Vergleich.

832 Verkehrsunfälle ereigneten sich innerhalb geschlossener Ortschaften, dabei kam es bei 85 Unfällen zu Personenschäden. 908 Unfälle ereigneten sich außerhalb geschlossener Ortschaften, davon 105 mit Personenschäden.

Die Opfer: Bei jedem neunten Verkehrsunfall kamen Menschen zu Schaden. Die Polizeiinspektion  Saarburg nennt 246 Unfallopfer, das sind 29 mehr als im Jahr 2016. 53 Verkehrsteilnehmer wurden schwer und 190 leicht verletzt. Drei Menschen verloren ihr Leben: Im Juni starb ein 44-jähriger PKW-Fahrer auf der B 268 zwischen Pellingen und Zerf, im September  ein 80-jähriger Kleinkraftradfahrer auf der B 419 bei Oberbillig und im Oktober eine 22-jährige PKW-Fahrerin auf der B 419 zwischen Nittel und Wellen.

Achtung Wild: Die Zahl der Wildunfälle ging um 14 auf 569 leicht zurück. Dabei wurden eine Person schwer und sechs leicht verletzt.

Unfallflucht: 317 Fälle von Unfallflucht mussten die Beamten im Jahr 2017 aufnehmen, elf mehr als im Vorjahr. In 145 Fällen konnte der Verursacher ermittelt werden, welches einer Quote von 45 Prozent entspricht. Harald Lahr, stellvertretender Leiter der PI Saarburg, betont: „Melden Sie jeden Hinweis zur Klärung einer Unfallflucht.

Niemand möchte gerne einen Schaden selbst bezahlen, den er gar nicht verursacht hat. Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt.“

Der Dienstbezirk der Polizeiinspektion (PI) Hermeskeil ist 333 Quadratkilometer groß und umfasst 33 Ortsgemeinden. Neben der Verbandsgemeinde Hermeskeil ist die PI auch für Teile der Nachbarverbandsgemeinden Kell, Ruwer und Thalfang zuständig. In dem gesamten Bereich leben rund 28 000 Menschen.

Die Unfälle: Im Dienstbezirk der Polizeiinspektion Hermeskeil ereigneten sich im vergangenen Jahr 958 Verkehrsunfälle.

Das sind 98 mehr als 2016, ein Anstieg um zwölf Prozent. 448 Unfälle, also fast jeder zweite, waren Zusammenstöße mit Wild. Weitere 306 Unfälle spielten sich im Stadtgebiet Hermeskeil ab.

Die Opfer: Die Zahl der Schwerverletzten stieg 2017 von 18 auf 32. Beim schwersten Unfall wurde auf der Bundesstraße 407 (Gemarkung Hermeskeil/Abtei)  ein Autofahrer bei einem Frontalzusammenprall zwischen einem Lieferwagen und seinem Pkw tödlich verletzt.

Bei insgesamt 30 Verkehrsunfällen mussten die Beteiligten  zur stationären Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert werden. Dies sind 14 Unfälle  mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei 51 Verkehrsunfällen wurden insgesamt 78 Personen leicht verletzt; eine mehr als im Vorjahr.

Die Ursachen: Laut Mitteilung der Polizei waren Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren die Ursachen von 14 Prozent aller Unfälle im Jahr 2017.

In weiteren 13 Prozent der Fälle war es der zu geringe Abstand zum Vordermann. Zehn Prozent aller Fälle basieren laut der aktuellen Statistik auf zu hoher und nicht angepasster Geschwindigkeit.

Achtung Wild: Insgesamt registrierte die Polizei Hermeskeil 448 Zusammenstöße zwischen Kraftfahrzeugen und Wild; nochmals 26 Unfälle mehr als im Jahr 2016. Somit war fast statistisch gesehen jeder zweite Unfall im Hochwald ein Wildunfall. In vier dieser Fälle wurden Menschen leicht verletzt. Das Risiko eines Wildunfalls ist laut Mitteilung der Polizeiinspektion Hermeskeil  auf diesen Straßen des Hochwalds besonders hoch: L 151 und B 52 zwischen Osburg und Reinsfeld (34 Unfälle), B 407 und B 327 (Hunsrückhöhenstraße) zwischen Mandern und Malborn (123), L 166 zwischen Thiergarten und Züsch (18), L 147 zwischen Grimburg und Hermeskeil (18), L 148 zwischen Reinsfeld und Bescheid (38), L 143 zwischen Pluwigerhammer und Kell (21), L 146 zwischen Reinsfeld und Pluwigerhammer (26), L 147 zwischen Grimburg und Hermeskeil (20), K 97 zwischen Pölerter Bahnhof und Hermeskeil (12), K 98 zwischen Königsfeld und Geisfeld (13).