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Mit Gott und den Frauen

Mit der Pflege ihrer vielen Blumen am Haus beschäftigt sich Marlene Meller in ihrer Freizeit. Foto: Dietmar Scherf
Mit der Pflege ihrer vielen Blumen am Haus beschäftigt sich Marlene Meller in ihrer Freizeit. Foto: Dietmar Scherf
FRANZENHEIM. Viele Stunden ihrer Freizeit widmet sich Marlene Meller seit Jahren als Vorsitzende dem Pfarrgemeinderat und der Frauengemeinschaft. Die umfangreiche Arbeit bewältigt sie mit fleißigen Mitarbeitern, die ihr tatkräftig zur Seite stehen. ARRAY(0x2b7e21198)

Sowohl in der Frauengemeinschaft als auch im Pfarrgemeinderat haben sich die Franzenheimer mit den benachbarten Pellingern zusammengeschlossen. Auf St. Antonius ist die Pfarrei getauft, die zurzeit von Pastor Peter Klauer seelsorgerisch betreut wird. "Im Moment haben wir im Pfarrgemeinderat viel zu tun", erklärt Marlene Meller. "Durch den Zusammenschluss der Dekanate sollen unter anderem die Pfarrgemeinden neu belebt werden." Dies habe auch deshalb zu einem vermehrten Diskussionsbedarf geführt, weil die Strukturen für die Mitglieder der Räte noch nicht klar erkennbar seien. Durch den Zusammenschluss sei auch die Fläche des Dekanates - es umfasst jetzt Konz und Saarburg - um ein Vielfaches gewachsen. Meller: "Der kleine und überschaubare Bereich ist uns verloren gegangen. Die Befürchtung, dass im Endeffekt vieles den Ehrenamtlichen übertragen wird, ist groß." Meller und ihre Mitstreiter haben in der Vergangenheit schon viel Arbeit während des Kirchenjahrs geleistet. Sie erinnert an die Vorbereitungen der Ostergottesdienste, an Fronleichnam, Ewiges Gebet und das Pfarrfest. Hinzu kommen die besonderen Anlässe, die es zu planen und zu organisieren gilt. "Jetzt habe ich mit Pastor Klauer einen Tagesausflug mit Besichtigungen für 59 Senioren aus unserer Seelsorgeeinheit nach Koblenz organisiert", erzählt die Vorsitzende. Trotz des enormen Zeitaufwands macht sie die Arbeit gerne. "Für uns gilt es in erster Linie, die Katholiken wieder neu zu motivieren und sie bei neuen Vorhaben anzuleiten", sagt Meller. 1972, bereits zwei Jahre nach ihrem Umzug nach Franzenheim, ist die Mutter zweier Söhne und heutige Oma von drei Enkelkindern in die Frauengemeinschaft eingetreten. Franzenheim hatte sie sich mit ihrem Mann Hans wegen der schönen Gegend ausgesucht, den Entschluss bereute sie nie. Der Frauengemeinschaft gehören insgesamt 200 Mitglieder an. Von ihnen kommen allein 140 Frauen aus dem Nachbarort Pellingen. Die Vorstandsarbeit ist gleichmäßig auf je fünf Frauen der beiden Orte verteilt. Gemeinsam bereiten sie jährlich stattfindende Veranstaltungen vor wie eine Ernährungsberatung, eine Maiandacht, Grillnachmittage, mehrtägige Ausflüge oder Mitgliederversammlungenvor. Meller erinnert sich besonders gern an das Fest zum 50-jährigen Bestehen der Frauengemeinschaft im vergangenen Jahr, zu dem sie mit den anderen Frauen ein aufwändiges, buntes Programm gestaltet hat.