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Neues Domizil für 50 Kinder

Auch Niklas, Joel, Lisa, Lukas, Svenja und Lara (von links) freuen sich über ihren neuen Kindergarten in Freudenburg. TV-Foto: Hermann Pütz
Auch Niklas, Joel, Lisa, Lukas, Svenja und Lara (von links) freuen sich über ihren neuen Kindergarten in Freudenburg. TV-Foto: Hermann Pütz
KIRF/FREUDENBURG. Der Kindergarten Freudenburg hat sein neues Domizil in der ehemaligen Grund- und Hauptschule bezogen. Die dafür notwendigen Umbauarbeiten, die inzwischen fast abgeschlossen sind, sollen mit insgesamt rund 225 000 Euro zu Buche schlagen. Einen Teil davon soll die Gemeinde Kirf beisteuern. ARRAY(0x6eff8320)

Großzügige Räume, freundliche Farben an den Wänden, lachende Kinder - kaum etwas in dem großen Gebäude erinnert noch an das, was sich bis vor einigen Wochen dort abgespielt hat. Denn während der Sommerferien wurde in Freudenburgs ehemaliger Grund- und Hauptschule fleißig gewerkelt. Die Zeit drängte, denn zu Beginn des neuen Schuljahrs sollten die Arbeiten weitgehend abgeschlossen sein. Ein neues Nutzungskonzept, das im Zusammenhang mit der Schließung der Hauptschule vor rund einem Jahr aufgestellt worden war, sah einen Umzug der Grundschule in das leer stehende Hauptschulgebäude vor. Der örtliche Kindergarten sollte im ehemaligen Grundschultrakt untergebracht werden. Um den veränderten Bedürfnissen gerecht werden zu können, waren bauliche Anpassungen notwendig geworden. Inzwischen ist der Baulärm verstummt und der Staub hat sich verzogen. Abgesehen von den Außenanlagen ist alles weitgehend fertig. Bereits im September bezog die Grundschule ihr neues Domizil. Anfang Oktober rückte der Kindergarten nach. Allein der Umbau des Kindergartens soll nach aktuellem Stand rund 225 000 Euro kosten. Ein Zuschuss in Höhe von 103 000 Euro kommt vom Land, 32 200 Euro steuert der Kreis bei. Den Rest müssen die Gemeinden Kirf (25 443,33 Euro) und Freudenburg (64 356,67 Euro) hinblättern. Beide Ortschaften liegen im Einzugsgebiet des Kindergartens. In ihrer jüngsten Sitzung hatten die Ratsherren von Kirf über die finanzielle Beteiligung der Gemeinde an den Baukosten zu entscheiden. Während Ortsbürgermeister Adolf Ternes in höchsten Tönen von dem neuen Kindergarten schwärmte, machte sich bei einigen Ratsmitgliedern ein wenig Unmut breit - in erster Linie deshalb, "weil wir nicht in die Planungen einbezogen wurden und unsere Aufgabe letztlich nur noch darin besteht, zu zahlen", wie zu hören war. Ein Ratsmitglied, das sich offenbar bereits im neuen Kindergarten umgesehen hatte, befürchtete gar, "dass die Baukosten bei der Schlussrechnung weit über dem geplanten Betrag liegen könnten". Das sei angesichts der großzügigen Ausstattung der Einrichtung zumindest denkbar. Breite Zustimmung aus der Runde und die Forderung an die Verbandsgemeinde Saarburg, sie solle als Eigentümerin des Gebäudes eine "detaillierten Kostenaufstellung" verlangen, waren die Folge. Dennoch beschloss der Rat, den geforderten Beitrag von 25 443,33 Euro zu leisten. Nach Auskunft von Daniela Lambio, Leiterin des Kindergartens, besuchen derzeit rund 50 Mädchen und Jungen aus Freudenburg, Kollesleuken, Kirf und Beurig die Einrichtung. Insgesamt stehen 75 Plätze zur Verfügung. "Ab kommendem Sommer sollen alle Plätze belegt sein", stellte Lambio im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund in Aussicht. Verglichen mit dem alten Gebäude in der Mettlacher Straße habe man wesentlich mehr Fläche zur Verfügung. "Außerdem wurden sämtliche Gruppenräume mit einem so genannten Förderraum ausgestattet." Dabei handele es sich um einen baulich abgetrennten Bereich, der den Kindern beispielsweise als Rückzugsraum diene, erläuterte die Pädagogin. Darüber hinaus ist das Gebäude unter anderem mit einer neuen Toilettenanlage, einem Turnraum sowie einem Speisesaal mit angeschlossener Küche ausgestattet.