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Odyssee endet am Schwimmbad

Erster Spatenstich für die neue Bleibe (von links): Stadtbeigeordnete Anita Kruppert, VG-Bürgermeister Berthold Biwer, DLRG-Vorsitzender Gerd Loskill und Sport-Kreisvorsitzender Alfons Steinbach.Foto: Axel Munsteiner
Erster Spatenstich für die neue Bleibe (von links): Stadtbeigeordnete Anita Kruppert, VG-Bürgermeister Berthold Biwer, DLRG-Vorsitzender Gerd Loskill und Sport-Kreisvorsitzender Alfons Steinbach.Foto: Axel Munsteiner
SCHWEICH. (ax) Glückliches Ende einer nervenaufreibenden Odyssee: Seit über zehn Jahren war der DLRG-Ortsverein Schweich auf der Suche nach einer festen Bleibe. Weil aber lange Zeit kein geeignetes Quartier für Fahrzeuge und Maschinen gefunden wurde, drohte im Herbst 2002 die Selbstauflösung. Am Samstag gab es endlich Grund zu feiern: Die Lebensretter machten am Schwimmbad den ersten Spatenstich für den Bau eines neuen Vereinsheims.

Gerd Loskill, Vorsitzender der Schweicher Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), nannte es ein "denkwürdiges Ereignis", VG-Chef Berthold Biwer das "Ende einer jahrelangen Achterbahnfahrt" und die Stadtbeigeordnete Anita Kruppert freute sich, "dass die Zeit der vielen Notunterkünfte endlich vorbei ist". In der Tat: Mit dem ersten Spatenstich für den Bau einer 94 000 Euro teuren Stahlbauhalle wurde der Schlussstrich unter eine turbulente und scheinbar unendliche Geschichte gezogen. Seit die DLRG im Jahr 2000 ihr damaliges Domizil in einer Scheune in der Bahnhofstraße räumen musste, tingelten die organisierten Lebensretter mit ihrem Material von einer Unterkunft zur nächsten. Unzufrieden mit den Übergangslösungen, forderten die DLRG'ler Stadt, Verbandsgemeinde und Kreis deshalb dazu auf, sich an den Kosten für eine adäquate Unterkunft zu beteiligen. Als sich jedoch keine Lösung abzuzeichnen schien, spitzte sich die Situation im November 2002 zu. Auf einer Mitgliederversammlung sollte über die Auflösung des Vereins entschieden werden. In letzter Minute wurde dieser Antrag jedoch zurückgenommen. Bei den Verhandlungen mit den beteiligten Kommunen wurde im vorigen Sommer festgelegt, dass das neue Vereinsheim auf dem Gelände am Schwimmbad entstehen sollte, das die Stadt bereits 1991 der DLRG-Orstgruppe zur Verfügung gestellt hatte. Die am Verhandlungstisch erzielten Ergebnisse sehen eine Beteiligung der Stadt in Höhe von 20 000 Euro vor, Kreis und VG steuern Zuschüsse von jeweils 20 800 Euro bei, der derzeit 282 Mitglieder starke Verein bringt 32 000 Euro an Eigenmitteln auf.Schulungsräume im zweiten Bauabschnitt

Geplant ist der Bau einer rund 15 mal zwölf Meter großen Stahlblechhalle, wobei im ersten Bauabschnitt zunächst die überdachte Stellfläche für die Fahrzeuge, Boote und Geräte der Lebensretter errichtet werden soll. "Sobald die Witterung es zulässt, wollen wir loslegen", sagt Gerd Martin, technischer Einsatzleiter bei der DLRG Schweich. In einem zweiten Bauabschnitt sollen Schulungsräume für die DLRG-Mitglieder, von denen über 180 Kinder und Jugendliche sind, entstehen. Dieser Innenausbau ist in den Baukosten von 94 000 Euro zwar nicht berücksichtigt, soll aber durch Eigenmittel und zu erwartende Zuschüsse seitens des DLRG-Bezirks Eifel/Mosel und des Sportbundes Rheinland abgedeckt werden. Zunächst wollen sich die Lebensretter aber an die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt machen. "Es wäre schön, wenn wir bis zum Stegfest am 24. und 25. Juli fertig sind", sagt Geschäftsführer Reh.