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Pädiatrie im Merziger Klinikum schließt

Merzig. Ab dem kommenden Jahr werden im Merziger SHG-Klinikum nur solche Geburten stattfinden, bei denen keine Komplikationen zu erwarten sind. Die Pädiatrie (kinderärztliche Klinik) schließt zum Jahresende und es wird kein Kinderarzt mehr rund um die Uhr im Dienst sein.

Merzig. Nach der vorgesehenen Schließung der Pädiatrie zum 31. Dezember wird es auch weiterhin "eine sorgsame und fachlich kompetente Geburtshilfe" am Klinikum Merzig geben. Das erklärt das Klinikum in einer Pressemitteilung. Ab Jahresbeginn werden in Merzig jedoch nur noch Frauen mit einem Schwangerschaftsalter von mehr als 36 Wochen und ohne zu erwartende Komplikationen beim Neugeborenen entbunden. "Wir befinden uns damit in guter Gesellschaft der Abteilungen in St. Wendel, Caritas Dudweiler und Saarbrücken-Rastpfuhl, Püttlingen und DRK-Klinik Saarlouis. Auch diese Kliniken müssen werdende Mütter mit höhergradigen Risiken an die nächstgelegenen Perinatalzentren abgeben. Das betrifft vor allem drohende Frühgeburten", erklärt der Chefarzt der Frauenklinik und Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Peter Sammel.
Die ärztliche Versorgung der gesunden Neugeborenen im Rahmen der Vorsorge-Untersuchungen U1 und U2 am Klinikum Merzig werden künftig Kinderärzte des Marienhaus-Klinikums Saarlouis übernehmen. Bei unvorhergesehenen Notfällen kann der ebenfalls in Saarlouis stationierte Baby-Notarztwagen angefordert werden.
Stationäre Behandlung endet



"Gemeinsam werden wir alles dafür tun, damit auch in Zukunft Kinder in unserem Haus sicher und gesund zur Welt kommen können", betont Sammel. Ab Januar 2014 wird kein Kinderarzt mehr rund um die Uhr am Klinikum Merzig tätig sein, folglich endet damit auch die stationäre Behandlungsmöglichkeit von kranken Kindern. Ebenfalls zum 31. Dezember kann die ambulante Notfallversorgung durch Klinik-Pädiater am Klinikum Merzig nicht mehr durchgeführt werden. Für den kinderärztlichen Notdienst sind in der Region Saarlouis, Dillingen, Merzig, und Wadern an Wochenenden und Feiertagen in der Regel ein bis zwei Pädiater in Bereitschaft.
Die Sprechstunden des Kinderärztlichen Notfalldienstes können der lokalen Presse entnommen werden. red/mpr