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Saarburg ist sein Zuhause

Hendrik Groot-Tjooitink und seine Frau Aase lassen ihre 37 Jahre in Saarburg Revue passieren. TV-Foto: Gianna Niewel
Hendrik Groot-Tjooitink und seine Frau Aase lassen ihre 37 Jahre in Saarburg Revue passieren. TV-Foto: Gianna Niewel
Saarburg. Hendrik Groot-Tjooitink kam 1975 mit seiner Frau aus den Niederlanden nach Saarburg. Hier hat er jahrelang die Landal GreenParks Anlage auf dem Warsberg geleitet. Im Januar erhielt er die Ehrennadel der Stadt. Gianna Niewel

Saarburg. "So sah der Warsberg aus, als ich 1975 nach Saarburg kam", erklärt Hendrik Groot-Tjooitink und zeigt auf eines der vielen Fotos in einem prall gefüllten Album. Und tatsächlich, Mitte der achtziger Jahre war von der Landal GreenParks Ferienanlage - damals Ennia - noch nichts zu sehen.
Die heute rund 27 Hektar große Fläche, die unter anderem mit 150 Ferienhäusern, einem Schwimmbad und einem Spielplatz jedes Jahr Tausende Besucher - meist aus den Niederlanden - anlockt, wurde maßgeblich von Groot-Tjooitink geplant und später auch geleitet. Nachdem der gebürtige Niederländer bei den Moselorten Kröv und Leiwen bereits erfolgreich einen Landal GreenParks Ferienpark aufgebaut hatte, dauerte der Bau der Saarburger Ferienanlage nur rund 10 Monate.
Freundliche Saarburger


Tatkräftige Unterstützung erhielt der gelernte Kaufmann und studierte Betriebswirt von seiner Frau Aase, mit der er drei Kinder hat. Doch auch die Saarburger haben ihnen den Beginn in der Stadt und die Arbeit einfach gemacht, resümiert der 71-Jährige: "Wir wurden freundlich aufgenommen und wohnen auch heute noch gerne hier!" Das Paar ist sich einig: "Saarburg ist unser Zuhause."
Und damit seine Wahlheimat noch attraktiver wird, scheut der Niederländer kein Engagement: Groot-Tjooitink war lange Zeit Mitglied im Verkehrs- und Verschönerungsverein und hat Saarburg tatkräftig in der Bewerbung als Ausrichtungsort für die Landesgartenschau im Jahr 2014 unterstützt.
Auch heute hat er noch konstruktive Vorschläge zur Verschönerung der Stadt an der Saar: "Saarburg könnte fußgängerfreundlicher sein. Ich fände es gut, die Graf-Siegfried-Straße für Autofahrer an Samstag- und Sonntagnachmittagen zu sperren." Für diese Bemühungen hat Groot-Tjooitink im Januar die Ehrennadel der Stadt Saarburg erhalten.
Mittlerweile ist der ehemalige Landal-Chef in Rente. "Ich hatte immer das Glück, einen Beruf zu haben, der auch mein Hobby ist", erinnert er sich gerne. Aber auch im Ruhestand hält sich der 71-Jährige fit. Er und seine Frau kümmern sich regelmäßig um die vier Enkelkinder, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen, und teilen eine Leidenschaft fürs Reisen - typisch für einen Niederländer natürlich mit dem Wohnmobil. Außerdem spielt Groot-Tjooitink Fußball. Fußball? "Naja, es ist mehr Fußballtennis, Fußball wäre in meinem Alter wirklich zu gefährlich."