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Saarburger Standortübungsplatz wird Nationales Naturerbe

FOTO: Archiv/Leo Heuser Nabu-Gruppe Koblenz
Saarburg. Weihnachtsgrüße aus der Hauptstadt: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Mittwochabend entschieden, dass der Standortübungsplatz Saarburg Nationales Naturerbe wird. Damit kann das geplante Beweidungsprojekt umgesetzt werden, das das Ökosystem erhalten soll.

(jka) Rinder und Pferde könnten schon bald dort weiden, wo einst die französischen Streitkräfte den Ernstfall erprobten. Ausschlaggebend dafür ist ein Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags. Dieser hat am Mittwochabend entschieden, dass der Standortübungsplatz Saarburg in die zweite Tranche des Nationalen Naturerbes aufgenommen wird (siehe Extra). Das teilten der Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster (CDU) und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) mit.

162 Hektar des mehr als 200 Hektar (etwa 300 Fußballfelder) großen Geländes zwischen Saarburg und Serrig stehen damit dauerhaft unter Naturschutz. Und das geplante Beweidungsprojekt kann umgesetzt werden, sofern das Land, dem die Fläche nun gehört, dies auch so entscheidet.

Die Rinder und Pferde sollen die Verwaldung des Geländes zu verhindern. Denn dort gibt es neben schützenswerten Pflanzen auch seltene Tiere wie beispielsweise die Gelbbauchunke. Diese braucht flache Pfützen zum Überleben, die es nicht mehr gibt, wenn die Fläche zuwuchert. Würde man das Gelände sich selbst überlassen, würde es sich zum Wald entwickeln und damit in ein völlig anderes Ökosystem. Durch die Rinder und Pferde, die dort in einer halboffenen Weide leben, werden die Wiesen nie völlig abgegrast, die Tiere verhindern aber, dass das Gelände zuwuchert.