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Saarburger Wehren trainieren den Ernstfall vor Publikum

Feuerwehrmänner in Schutzanzügen versiegeln bei der Schauübung der Saarburger Wehren einen Gefahrstoffbehälter. TV-Foto: Matthias Willems
Feuerwehrmänner in Schutzanzügen versiegeln bei der Schauübung der Saarburger Wehren einen Gefahrstoffbehälter. TV-Foto: Matthias Willems
Saarburg. Die Saarburger Wehren haben eine gemeinsame Schauübung abgehalten. Dazu ist ein Chemieunfall simuliert worden, bei dem es galt, Menschenleben zu retten und Gefahrstoffe sicherzustellen. Zuschauer waren - anders als beim Ernstfall - ausdrücklich erwünscht.

Saarburg. Bei einem nachgestellten Chemieunfall haben die Saarburger Wehren trainiert und ihr Können unter Beweis gestellt. Teilgenommen haben der Löschzug Mitte, der Löschzug Beurig sowie die Gefahrstoff-Gruppen Saarburg-Beurig.
Folgende Szene war zum Training gestellt worden: Beim Umladen eines Schwefelsäuretanks kommt es zu einem Unfall. Der Behälter kippt um, und durch eine undichte Stelle treten Giftgase aus, die sich schnell auch im Keller und im Treppenhaus der angrenzenden Gebäude ausbreiten. Im Haus halten sich noch Menschen auf, die gerettet werden müssen. Eine Person ist verletzt.
Übung dauert eine Stunde


Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr Saarburg und die DRK-Ortsgruppe Saarburg Minuten später am Unglücksort eintrafen, hatte sich dort bereits eine große Menge Schaulustiger versammelt. Doch dieses Mal waren die Zuschauer ausdrücklich erwünscht. Denn der Einsatz war ja kein Ernstfall. Bei den zu rettenden Personen handelt es sich um Mitglieder der Jugendfeuerwehr.
Anders als im Realfall dürfen die Zuschauer ganz dicht ans Geschehen heran. "Normalerweise beträgt der Sicherheitsabstand mindestens 50 Meter", erklärt Feuerwehrmann Ferdi Müller, der per Mikrofon dem Publikum die einzelnen Maßnahmen erläutert.
Und anders als in der Wirklichkeit laufen die einzelnen Einsatzabschnitte nacheinander ab. Erst erkunden Feuerwehrmänner in speziellen Chemieschutzanzügen die Lage und bergen die Gefahrstoffe im Keller. Parallel wird der beschädigte Säuretank abgepumpt. Dann ist die Drehleiter an der Reihe, die einen Verletzten und weitere Personen aus dem Dachgeschoss rettet.
Nach gut einer Stunde ist die Übung beendet.
"Wir wollten uns mit der Übung wieder ins Gedächtnis der Bevölkerung bringen", sagt Einsatzleiter Kurt Mettlach. Der stellvertretende Wehrführer des Löschzuges Mitte hat sich das Szenario ausgedacht und den Einsatzplan ausgearbeitet. mwi