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Sarah Schmitt aus Konz möchte Moselwinzer repräsentieren - Drei Tage Saarweinfest in Saarburg

FOTO: Alexander Schumitz (itz) ("TV-Upload Schumitz"
Saarburg/Konz. Ende einer Amtszeit: Ein Jahr lang war Sarah Schmitt aus Konz-Filzen Saar-Obermosel-Weinkönigin. Beim Saarweinfest in Saarburg am kommenden Wochenende, 3. bis 5. September, legt sie die Krone ab. Den Lesern des TV widmet sie ihr Weinköniginnen-Abc. Alexander Schumitz

Saarburg/Konz. Zwischen der Nachlese des Saar-Rieslingsommers am Montagabend im Kanzemer Weingut von Othegraven und einem Termin zur Stilberatung in Trier hat Sarah Schmitt noch eine Stunde Zeit, sich mit TV-Mitarbeiter Alexander Schumitz zu treffen.
Er hat die angehende Lebensmitteltechnikerin in ihrer Amtszeit gelegentlich begleitet. Das nächste Ziel hat die 21-Jährige bereits fest im Auge: Sie will am 16. September in Trier zur Mosel-Weinkönigin gewählt werden.

Auslese: Der Wein macht viel Arbeit, aber es lohnt sich. Auslesen sind das, was die Saar großgemacht hat und heute wieder stark nachgefragt wird.

Botrytis: Die Edelfäule mag der Winzer erst, wenn die Rieslingtrauben reif sind. Das gibt dann super leckere Weine.

Champagner: Gut, aber ich hätte dann doch lieber ein Glas mit Winzersekt.

Drosophilia suzukii: Panik, Hilfe - aber alles wird gut.
Die Kirschessigfliege scheint unsere reifenden Trauben zu lieben, leider.

Elbling: Weg mit den Vorurteilen und stattdessen trinken und sich selbst ein Urteil bilden. Er ist unkompliziert und erfrischend, gekühlt ideal, wenn es so heiß ist wie in den vergangenen Tagen.

Filzen: Eine tolle Dorfgemeinschaft mit netten Leuten. Mein Zuhause!

Glühwein: Spielt das Wetter mal nicht mit, tausche ich die Krone aus und werbe in Deutschland für den leckeren Glühwein vom Winzer.

Hotte: Aua, mein Rücken. Gott sei Dank haben wir bei der Lese (siehe Buchstabe L) immer ein paar starke Männer dabei.

ITB (Internationale Tourismus Börse): Wir können stolz darauf sein, dort zu wohnen, wo andere Urlaub machen. Es lohnt sich auf jeden Fall, danach in unserer Region vorbeizuschauen.

Jahrgang: Mal mehr Frucht, mal mehr Säure, jeder ist anders, und diese Vielfältigkeit macht Spaß. Aber 1995 war bis jetzt doch der beste Jahrgang.

Korken: Gibt es, aber Schraubverschlüsse sind auch gut. Alle 100 Jahre mal was Neues.

Lese: Yeah, geschafft, die Trauben sind reif, noch einen Tag warten oder mit der Ernte loslegen? Gemeinschaft und Spaß, aber gelegentlich harte Arbeit.

Muschelkalk: Idealer Boden für Elbling-, Chardonnay- und Burgundertrauben. Zu finden an der Südlichen Weinmosel, dem östlichen Rand des Pariser Beckens. Die Reben in der Champagne wachsen auch auf ihm. Aber habe ich nicht schon nach einem Glas Winzersekt gefragt?

Nasszuckerung: Noch mehr Alkohol?

Orange Wine (so wird Weißwein bezeichnet, der wegen der langen Maischestandzeit mehr Farb- und Gerbstoffe aus den Schalen extrahiert, daher seine orange Farbe): Hm, ist nicht vergammelt, sondern ein interessantes Experiment. Aber die Spanne reicht von super lecker bis - darüber schweige ich dann lieber.

Pernospora: Der Falsche Mehltau ist ein Pilz, der feucht-warmes Wetter liebt und den Reben gegenwärtig stark zusetzt. Lass dieses Jahr bloß vorübergehen.

Qualitätskontrolle: Ganz wichtig! Mach ich - am liebsten gemeinsam mit meinen Freunden!

Riesling: Wein aus dieser Traube will ich! Passt immer, facettenreich und das Aushängeschild der Winzer an Saar, Ruwer und Mosel.

Saarburg: Hier wurde ich vor einem Jahr zur Saar-Obermosel-Weinkönigin gewählt.
Das Feuerwerk für mich war fantastisch, nur die Fahrt mit der Gondel auf der Saar war ein wenig wackelig. Mein Papa hat geweint, alles war sehr emotional.

Trocken: Mag ich, bin ich aber gar nicht!

UTA (Untypische Altersaromen): Opa Adolf (Schmitt, ehemaliger Präsident der Weinbauregion Mosel-Saar-Ruwer), ist auch jung geblieben, ohne jeden Fehlton.

Viez: Trinke ich ab und an, am liebsten gemischt mit Limonade.

Weinkönigin: Ich, ja bitte wieder als Moselweinkönigin. Es macht super viel Spaß. Hoffentlich geht es am 16. September eine Stufe weiter.

XO (Extra old, Qualitätsmerkmal für lange gelagerten Weinbrand, Cognac und Armagnac): Weinbrand? Ab und an ein Genuss, aber doch eher was für meinen Papa.

Ypsilon: Vorletzter Buchstabe. Fast das Ende des Weinköniginnen-Abc, Schade, es hat viel Spaß gemacht! Aber man soll gehen, wenn es am schönsten ist.

Zugfahren: Praktisch, um überregionale Termine zu erreichen, aber von Trier aus immer ein paar Stunden mehr einplanen. Die Pünktlichkeit der Bahn ist ja überall bekannt.Extra

Samstag, 3. September: Um 14 Uhr öffnen die Stände im Staden. Gleichzeitig startet unterhalb der Bergstation des Sessellifts die Weinbergstour Diabas, Schiefersteine und Weinreben (Kosten: 15 Euro, Anmeldungen unter 0160/1297144). Ab 16 Uhr zieht die Oeleskepel Tegelsblood durch die Weinstraße. 19.30 Uhr ziehen die Weinhoheiten zum Festplatz am Schiffsanleger. Feierliche Krönung der neuen Saar-Obermosel-Weinkönigin Hannah Arnoldy sowie ihrer Prinzessin Antonia Reinsbach. 22 Uhr: Feuerwerk. Ab 22.30 Uhr spielt die Unplugged Gang auf dem Festplatz. Sonntag, 4. September: 11 Uhr Stadtspaziergang mit Lady Katie Smith anno 1910 (Kosten: 15 Euro, Anmeldungen unter 0160/1297144). Eröffnung der Stände im Staden um 13 Uhr. Start des Festumzugs am Heckingplatz, durch die Heckingstraße und Graf-Siegfried-Straße) um 14 Uhr. Ab 17.30 Uhr gibt es Livemusik in der Weinstraße. Montag, 5. September: Um 14 Uhr öffnen die Stände im Staden. Ab 19 Uhr gibt es Livemusik in der Weinstraße. itz

FOTO: Alexander Schumitz (itz) ("TV-Upload Schumitz"
Sarah Schmitt bei der Weinlese in der Lage Urbelt bei Konz-Filzen.
Sarah Schmitt bei der Weinlese in der Lage Urbelt bei Konz-Filzen. FOTO: Alexander Schumitz (itz) ("TV-Upload Schumitz"