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Sie sorgen in Konz für den guten Ton

Zwei Offizielle, ein stolzer Vorsitzender und drei verdiente "Concordia"-Musiker: Matthias Benzschawel (links) und Günther Schartz (rechts) als Vertreter des Kreismusikerverbandes zeichneten Paul Zeckey (vorne links), Günther Carl (hinten, Zweiter von links) und Georg Bösen (vorne rechts) mit Verdienstmedaillen aus. Das Trio gehören seit vielen Jahrzehnten zu den Stützen des Vereins. Über diese Ehrung freute sich auch der Vorsitzende Guido Wacht (oben, Zweiter von rechts). Foto: Karl-Peter Jochem
Zwei Offizielle, ein stolzer Vorsitzender und drei verdiente "Concordia"-Musiker: Matthias Benzschawel (links) und Günther Schartz (rechts) als Vertreter des Kreismusikerverbandes zeichneten Paul Zeckey (vorne links), Günther Carl (hinten, Zweiter von links) und Georg Bösen (vorne rechts) mit Verdienstmedaillen aus. Das Trio gehören seit vielen Jahrzehnten zu den Stützen des Vereins. Über diese Ehrung freute sich auch der Vorsitzende Guido Wacht (oben, Zweiter von rechts). Foto: Karl-Peter Jochem
KONZ. Seit 100 Jahren ist der Musikverein "Concordia" Konz aus dem kulturellen Leben der Saar-Mosel-Stadt nicht mehr wegzudenken. Mit einem Festakt im Kloster Karthaus starteten die Musikerinnen und Musiker in das Jubiläumsjahr und ehrten verdiente Mitglieder. Weitere Veranstaltungen folgen. ARRAY(0x10895fc30)

Nimmt man es ganz genau, dann wurde in Konz mit einer kleinen Verzögerung gefeiert. Denn die erfolgreiche Vereinsgeschichte des MV "Concordia" Konz begann schon im Dezember 1905, als sich einige musikbegeisterte Konzer zusammenfanden, um einen Verein zu gründen. Aber - und deshalb hat es mit dem Jubeljahr 2006 auch seine Richtigkeit - offiziell war es erst am Neujahrstag 1906 soweit. 18 Musiker bildeten die erste Konzer Blaskapelle. Seitdem sorgt die "Concordia" für den guten Ton in der Saar-Mosel-Stadt. Bei Veranstaltungen in der Stadt stets zur Stelle

Gibt es doch kaum eine offizielle Veranstaltung die vom Orchester nicht begleitet wird. Ob Pfarrfeste, Einweihungen oder das Heimat- und Weinfest: die Musikerinnen und Musiker sind stets zur Stelle. Seit 1999 zeichnet die "Concordia" zudem gemeinsam mit vier anderen städtischen Vereinen für die Karthäuser-Kirmes verantwortlich. So lobte denn auch Beigeordneter Manfred Wischnewski "unseren Verein, der immer zur Verfügung stand, wenn die Stadt ihn brauchte". Dass die "Concordianer" nicht nur gut feiern, sondern auch gut musizieren können, beweisen sie alljährlich bei ihren großen Konzerten. Im Frühjahr und im Herbst präsentiert sich das Blasorchester mal alleine, mal gemeinsam mit der Sängervereinigung Konz dem Publikum. "Das alles ist ohne die Arbeit engagierter Vereinsmitglieder nicht möglich", sagte Vorsitzender Guido Wacht. Er freute sich, dass eine ganze Reihe langjähriger Mitglieder im Rahmen des Festakts "eine Würdigung ihres musikalischen Ehrenamtes" erhielten. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kreismusikerverbandes Trier-Saarburg, Landrat Günther Schartz, und dem Vorsitzenden der Gruppe Saar-Obermosel im Kreismusikerverband, Matthias Benzschawel, zeichnete er Dagmar Serowy und Katharina Müller für zehn Jahre Vereinsmitgliedschaft mit dem Ehrenbrief des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz aus. Guido und Kerstin Wacht erhielten die Auszeichnung für 20 Jahre und Hans-Peter Ellwart für 30 Jahre Mitgliedschaft. Paul Zeckey und Günther Carl sind seit über 50 Jahren aktive Musiker und haben über Jahrzehnte als Vorstandsmitglieder die Geschicke des Vereins mitgeleitet. Sie erhielten die Verdienstmedaille des Landesmusikverbandes. Eine besondere Auszeichnung wurde Georg Bösen zuteil. Seit 55 Jahren musiziert er in der "Concordia". Als 25-Jähriger übernahm Bösen in schwierigen Zeiten den Vorsitz des Vereins, den er mit Unterbrechungen fast 40 Jahre führte. Sein außerordentliches Engagement fand mit der Verleihung der Ehrenmedaille in Gold der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände einen Höhepunkt. Die Reihe der Jubiläumsveranstaltungen des MV "Concordia" wird fortgesetzt mit einem Jubiläumskonzert am 1. April im Freilichtmuseum Roscheider Hof, einem Gemeinschaftskonzert am 16. September sowie einem kirchenmusikalischen Konzert im Herbst.