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St. Quiriakus steht bei Taben-Rodter Kirmes im Mittelpunkt - Prozession, Hochamt, Vesper und Sektempfang am Sonntag

 In diesem Schrein liegen die Gebeine des heiligen Quiriakus. Foto: privat
In diesem Schrein liegen die Gebeine des heiligen Quiriakus. Foto: privat FOTO: (h_sab )
Taben-Rodt. Die Pfarrgemeinde Taben-Rodt feiert am Sonntag, 3. Mai, ihr Patronatsfest zu Ehren des Heiligen Quiriakus.

Die Kirmes in Taben Rodt geht zurück auf die Zeit des Frankenkönigs Pippin III. (714 bis 768). Dieser hatte dem Kloster St. Maximin in Trier einen Teil seines Landbesitzes in Taben als Dank für die wundersame Heilung eines nahen Verwandten am Grab des heiligen Maximin in Trier geschenkt. Das Kloster gründete daraufhin im Jahr 768 eine Dependance in Taben. Dorthin wurden bereits 769 die Gebeine des heiligen Quiriakus übertragen. Die vielen Pilger, die bereits im 7. und 8. Jahrhundert zum Grab des Heiligen nach Trier strömten, lenkten die Mönche nach Taben um. Sie bildeten die spirituelle und wirtschaftliche Grundlage für das Tabener Kloster.

Taben-Rodt ist seitdem die einzige Gemeinde im Dekanat Konz-Saarburg, welche Reliquien eines Heiligen in ihrer Kirche aufbewahrt. Über viele Jahrhunderte pilgerten Gläubige zu dem Grab des Heiligen nach Taben und erflehten seine Hilfe, insbesondere seinen Beistand bei der Heilung erkrankter Kinder. Mit der Kirmes erinnert die Pfarrgemeinde an die Übertragung der Gebeine vor 1246 Jahren. So tragen an der Kirmes Jugendliche aus Taben-Rodt am Kirmestag den kunstvollen Schrein mit den Reliquien des Heiligen in einer Prozession durch den Ort. Beginn ist um 9.30 Uhr. Dabei wird in Gebeten (Quiriakus-Litanei und Rosenkranz) und Gesängen, die vom Musikverein begleitet werden, die Hilfe des Patrons angefleht. Anschließend findet das Hochamt in der "Pfarrkirche St. Quiriakus und Auctor" unter Mitwirkung des Kirchenchores statt. Eine Vesper, die der Kirchenchor mitgestaltet, ist für 18 Uhr geplant.

Die Orgelschluckspechte laden nach der Festmesse zu einem Sekt-Umtrunk ein. Der Erlös dieser Aktion wird zur Finanzierung der dringend erforderlichen Orgelrestaurierung gespendet. red