| 21:10 Uhr

Tütenspender gegen Hundehaufen

Das Problem von Hunden, die etwas dort hinterlassen, wo sie es nicht dürfen, liegt immer am oberen Ende der Leine. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Das Problem von Hunden, die etwas dort hinterlassen, wo sie es nicht dürfen, liegt immer am oberen Ende der Leine. TV-Foto: Herbert Thormeyer FOTO: Herbert Thormeyer
Serrig. Es sind keineswegs alle Halter der 119 in Serrig offiziell gemeldeten Hunde, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einfach als "Tretmine" liegen lassen. Doch das Problem hat so stark zugenommen, dass die Ortsgemeinde jetzt Gegenmaßnahmen treffen will. Drei Kotbeutelspender werden aufgestellt. Herbert Thormeyer

Serrig. "Fahrer von Autos mit auswärtigen Kennzeichen parken am Martinusplatz, führen hinter der Kirche ihre Hunde aus und fahren dann wieder nach Hause", solche Dreistigkeit prangert der Serriger Ortsbürgermeister Egbert Adam an. Auch die Hinterlassenschaften von 119 offiziell in Serrig gemeldeten Hunden nehmen in jüngster Zeit überhand. Bürgerbeschwerden häufen sich. Auch Kinderspielplätze sind für Herrchen und Frauchen keine Tabuzone. Jetzt will die Ortsgemeinde gegen den Missstand vorgehen. Für 1200 Euro werden drei Hundekotbeutelspender aufgestellt, und zwar am Charbuy-Denkmal in der Martinusstraße, an der Kreuzung Saar-/Bahnhofstraße und am Martinusplatz/Bachstraße.
"Wir müssen den Leuten die Chance geben, sich zu bessern", findet Ortschef Adam, der aber auch darauf hinweist, dass liegen gelassener Hundekot einen Verstoß gegen die Biostoffverordnung darstellt. Hundebesitzer können daher durch das Ordnungsamt zur Kasse gebeten werden. Kann ein Hundebesitzer ermittelt werden, wird er von der Verbandsgemeinde Saarburg erst einmal angeschrieben. Nutzt das nichts, so die Auskunft der Verwaltung, wird ein Verwarnungsgeld von 35 Euro erhoben. In der Stadt Saarburg sind zehn Beutelspender aufgestellt. Auch in verschiedenen anderen Ortsgemeinden sind schon einige davon installiert.
Wenn sich nach der Investition, die noch von der Kommunalaufsicht des Kreises genehmigt werden muss, sich die Situation nicht bessert, erwägt der Serriger Ortsgemeinderat eine verstärkte Kontrolle durchs Ordnungsamt der Verbandsgemeinde anzufordern. Außerdem sollen die Kosten eventuell durch eine Anhebung der Hundesteuer wieder hereinkommen. Das würde jedoch auch die vernünftigen Hundebesitzer treffen.
Extra

Drei Varianten zur Sanierung der Martinusstraßenbrücke: In der Sitzung des Ortsgemeinderates hat Planer Bernd Wagner aus Ayl drei Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Brücke der Martinusstraße, die über die Bahntrasse führt, saniert werden könnte. "Die Konstruktion aus den 30er Jahren hat ihr normales Lebensalter erreicht", stellt der Ingenieur fest. Es gibt drei Möglichkeiten der Sanierung: Die Ertüchtigung der Widerlager, neue Pfähle einbringen oder der komplette Neubau. In der Sitzung am 29. April will der Fachmann genaue Zahlen und Kostenrechnungen vorlegen. doth