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Wasserbühne an Saarspitze

Die Saarspitze von Konz soll nicht länger im touristischen Dornröschenschlaf verharren.Foto: TV -Archiv/John Zeien
Die Saarspitze von Konz soll nicht länger im touristischen Dornröschenschlaf verharren.Foto: TV -Archiv/John Zeien
KONZ. Die Landspitze am Zusammenfluss von Saar und Mosel soll in den kommenden Jahren touristisch "aufgepeppt" werden. Der Bürgermeister hat ein Bündel von Vorschlägen. Von unserem Redakteur <br>ANDREAS JACOB

Ein erster Probelauf wurde vor ein paar Jahren bei Saarpedal gestartet. Zumindest eines wurde deutlich - das Gelände scheint geeignet für Freizeitaktivitäten. Generell ist Bürgermeister Winfried Manns der Auffassung, dass die beiden Flüsse und deren Uferbereiche zu wenig genutzt werden - sei es touristisch oder durch Einheimische, die einen erholsamen Nachmittag unter freiem Himmel verbringen wollen.Standplatz für Wohnmobile

Dem umtriebigen Konzer Bürgermeister schweben einige Projekte vor: Auf der Saarspitze selber könnte für Radfahrer ein Aufenthaltsbereich mit Tischen und Bänken eingerichtet werden. Für sportbegeisterte Freizeitler böte sich ein Beachvolleyballfeld an. Um beispielsweise Paddelbootfahrern einen einfacheren Zugang zu den Flüssen zu ermöglichen, könnten Treppenstufen in den Uferbereich eingelassen werden. Zusammen mit den dort schon jetzt vorhandenen Skulpturen könnte ein "Erlebnisraum" geschaffen werden.Ein Projekt größeren Ausmaßes wäre eine Wasserbühne, die in Kooperation auch von den Verbandsgemeinden Trier-Land und Saarburg genutzt werden könnte, erläutert Manns, denn die drei Verbandsgemeinden haben als "Lokale Aktionsgruppe Moselfranken" 1,5 Millionen Euro aus dem EU-Programm "Leader plus" locker gemacht (der TV berichtete). Die Kosten für die touristische Nutzung der Landspitze zwischen Saar und Mosel liegen nach Angaben des Bürgermeisters bei rund 175 000 Euro, davon würde die EU 50 Prozent übernehmen. Die zweite Hälfte würde anteilmäßig je nach Nutzung auf die drei Verbandsgemeinden aufgeteilt. Einmal beim Thema könnte sich Manns auch vorstellen, dass gegenüber der Saarspitze zwischen dem Konzer Campingplatz und dem Hafen ein Standplatz für Wohnmobile eingerichtet wird, denn der Urlaub mit dem Wohnmobil "boomt". Gegen Entgelt könnten dort die mobilen Urlauber versorgt werden. Professioneller wünscht sich das Stadtoberhaupt auch den Boots- und Fahrradverleih. Betrieben werden müssten die touristischen Einrichtungen allerdings auf privater Basis. "Die touristische Nutzung der Flusslandschaften ist eine Nische, die wir ausfüllen müssen", ist sich Manns sicher. Die öffentliche Hand könne allerdings nur den Anstoß geben.Morgen berichten wir in unserer Serie "Trier-Saarburg - ganz nah" über den Konzer Stadtteil Karthaus - unter anderem über die künftige Gestaltung des Bahnhofbereiches.