| 21:30 Uhr

"Wir machen's mal anders"

Spielten sich bei der Volksbank-Vertreterversammlung in Saarburg die Bälle zu (von links): Werner Dellwing, Heinz Schneider und Alfons Jochem. TV-Foto: Susanne Windfuhr
Spielten sich bei der Volksbank-Vertreterversammlung in Saarburg die Bälle zu (von links): Werner Dellwing, Heinz Schneider und Alfons Jochem. TV-Foto: Susanne Windfuhr
Eine Premiere erlebte die Vertreterversammlung der Volksbank Saarburg in der Stadthalle. In einer Art Talk-Show ließ sich das Vorstands-Duo zu Status quo und Perspektiven des Geldinstituts befragen. Dabei setzt der neue Vorstand auch weiterhin auf Kundennähe. Von unserer Redakteurin Susanne Windfuhr

Saarburg. Den Werbeslogan der Volksbank schien das neue Vorstands-Duo Alfons Jochem und Werner Dellwing für die jüngste Vertreterversammlung in der Stadthalle Saarburg im Geiste abgeändert zu haben. Statt "Wir machen den Weg frei" galt an diesem Abend: "Wir gehen mal einen anderen Weg."Premiere für Alfons Jochem

Das ließ sich bereits bei einem Blick auf die Bühne der Stadthalle bemerken. Eine aufwändigere Deko und ein breites Moderationspult hatten die Saarburger Banker anbringen lassen. Vorstand Alfons Jochem begrüßte die rund 150 geladenen Gäste: "Der Vorstand war der Meinung, das mal anders zu machen als in den Vorjahen."So startete die Veranstaltung mit einem Kurzfilm, der markante politische, kulturelle oder wirtschaftliche Ereignisse des Jahres 2006, um das es an diesem Abend ging, in einem Rückblick zeigte. Anschließend ergriff Heinz Schneider, Repräsentant des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes, das Mikrofon und stellte sich als Moderator dieses Abends vor. Anders als gewöhnlich "im richtigen Leben" blieb dieser Moderator mit seinen Fragen und Bemerkungen alles andere als neutral und bewegte sich konsequent auf der Werbeschiene: "Ja, die Direktbanken, die heißen ja nur so. In Wirklichkeit sind sie aber meilenweit von ihren Kunden entfernt. Die Volksbank, das ist tatsächlich eine Direktbank." Werner Dellwing und Alfons Jochem bekamen ausreichend Gelegenheit, ihrerseits Werbebotschaften in den Kreis der Vertreterversammlung zu senden. So erklärte Dellwing: "Für uns gilt: ,Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.' Bei uns geben die Kunden den Takt vor, wir beraten sie individuell nach ihren Lebensphasen." Den besonderen Bezug und die Nähe zu ihren Kunden und der Region betonten beide Vorstände. "Wir arbeiten von Mensch zu Mensch. Den Zusammenhalt zwischen der Region und unserer Bank wollen wir jeden Tag aufs Neue unter Beweis stellen."Mehr als 5300 Mitglieder zähle die Volksbank inzwischen. Dass sie mit ihrer kundenorientierten Strategie richtig liege, zeige sich in den Geschäftszahlen: "Wir haben 2006 ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis erwirtschaftet. Die Volksbank Saarburg ist weiterhin auf Erfolgskurs", meinte Alfons Jochem. So weise die Bilanzsumme mit 154,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 13,3 Prozent auf. 328 Millionen Euro umfasse das betreute Kundenvolumen. An ihre Kunden habe die Bank im Geschäftsjahr 2006 rund 123 Millionen Euro ausgeliehen. Vier Prozent Dividende zahle das Geldinstitut aus. Dem Jahresabschluss stimmte die Vertreterversammlung einstimmig zu und entlastete Vorstand und Aufsichtsrat mit ihrem Vorsitzenden Christoph Thein ebenfalls einstimmig. Die turnusgemäß ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder Herbert Becker (Irsch) und Stephan Zilliken, Nittel, stellten sich erfolgreich einer Wiederwahl. Bevor Volksbank-Mitarbeiter Peter Backes über die ab 2009 geplante Abgeltungssteuer referierte, beschloss die Versammlung eine Änderung der Satzung - die war wegen des überarbeiteten Genossenschaftsgesetzes notwendig geworden.