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Energie
Wo Windräder und Photovoltaik hinkommen

Saarburg. Die Windkraftplanung der Verbandsgemeinde Saarburg geht in die allerletzte Runde.

Es sieht so aus, als ob die Verbandsgemeinde Saarburg das von Bürgermeister Jürgen Dixius vorgegebene Ziel, die Windkraftplanung 2018 abzuschließen, schafft. Der Verbandsgemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Einwände aus der zweiten Offenlage des Flächennutzungsplans abgewogen. Diese haben nicht zu maßgeblichen Änderungen geführt.

Demnach bleiben von den ursprünglichen fünf Sonderbauflächen für Windkraft noch zwei übrig (der TV berichtete). Dies sind Flächen bei Palzem/Wincheringen und Kirf/Palzem. Die übrigen drei Areale bei Freudenburg sowie Irsch/Serrig/Taben-Rodt sind nicht zugelassen, da sie in der Kernzone des Naturparks Saar-Hunsrück liegen und laut Landesentwicklungsplan IV deshalb für Windräder tabu sind. Jetzt müssen noch die Ortsgemeinden ihr Plazet zum Flächennutzungsplan geben. Dann kann der Verbandsgemeinderat ihn endgültig abnicken und der Kreisverwaltung zur Genehmigung vorlegen. Das bedeutet nicht, dass umgehend gebaut werden kann. Durch den Plan werden mögliche Flächen definiert, aber noch keine genauen Standorte. Standorte und Zuwegung müssen sich die Betreiber noch genehmigen lassen.

Im Gegensatz zur Windkraftplanung steht die Änderung des Flächennutzungsplans Photovoltaik erst am Anfang. Im Plan geändert werden soll, dass die Fläche Gerzbüsch in Freudenburg zu einer Sonderbaufläche für Freiflächenphotovoltaikanlagen wird. Der Rat hat den entsprechenden Planänderungsentwurf gebilligt und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen.