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Salcherath: Knatsch um schwer erziehbare Jugendliche

Salcherath: Knatsch um schwer erziehbare Jugendliche

(vog) Die Salcherather wehren sich gegen die Aufnahme schwer erziehbarer Jugendlicher auf dem örtlichen "Uranus-Hof". Dessen Besitzer ist der Bildhauer und Diplom-Pädagoge (ohne Abschluss) Hans Gerken. Er lebt seit mehr als 20 Jahren in der 50-Einwohner-Gemeinde in der Verbandsgemeinde Kelberg. Seit fünf Jahren betreut er für die Wuppertaler Organisation "Down-up" in Abständen einzelne schwer erziehbare Jugendliche auf seinem Hof, auf dem 15 Milchschafe gehalten werden und Feta-Käse produziert wird. Mit seiner Partnerin, Diplom-Pädagogin Brunhilde Edelmann, hat er Ende vergangenen Jahres eine Bauvoranfrage für sechs Appartements auf den Tisch gelegt. die Erweiterungspläne haben breiten Protest hervorgerufen. "In dem Dorf leben 50 Leute. Das ist dann kein gesundes Verhältnis mehr. Da ist Stress vorprogrammiert", spricht sich zum Beispiel VG-Bürgermeister Karl Häfner gegen eine größere Zahl schwer erziehbarer Jugendlicher im Ort aus. Die Nachbarn des Hofes äußern ihre Angst vor den Jugendlichen. Durch die Beschwerden ist unterdessen heraus gekommen, dass es im Kreis sieben von Nordrhein-Westfalen genehmigte Jugendhilfeeinrichtungen gibt, von denen weder Kreis- noch Landesjugendamt etwas wussten.