Sanierung der ehemaligen Kreismülldeponie geht weiter

Sanierung der ehemaligen Kreismülldeponie geht weiter

Winterpause beendet: Die Sanierungsarbeiten auf der ehemaligen Kreismülldeponie in Dohm-Lammersdorf werden dieser Tage wieder aufgenommen. Parallel dazu laufen aber immer noch juristische Auseinandersetzungen zwischen dem Kreis und dem Grundstückseigentümer um die Sanierung.

(mh) 150.000 Euro hat der Kreis für die weitere Sanierung der ehemaligen Kreismülldeponie in Dohm-Lammersdorf in diesem Jahr bereitgestellt. Ob das Geld reicht, ist bislang unklar. Wesentlich spannender ist für Reinhard Adrian, Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft des Kreises Vulkaneifel, und Berthold Schmitz, dem bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel für die Sanierung zuständigen Dezernenten, aber aktuell eine andere Frage: Wird die Sanierung ungehindert vonstattengehen?

Die Skepsis ist nicht unbegründet, denn als die Bauarbeiter vor der Winterpause mit ihrem Gerät angerückt waren, verwehrte ihnen der Grundstückseigentümer nach Auskunft von Schmitz und Adrian die Zufahrt.

Fakt ist nach wie vor, dass Grundstückseigentümer Josef Blum die von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als oberste Landesschutzbehörde vorgegebene Sanierung, die der Kreis Vulkaneifel umzusetzen hat, als unzureichend ansieht.

Vorgesehen ist, nachdem das nördliche Areal bereits abgedichtet wurde, die Sanierung des südlichen Teils. Dort, wo Setzrisse sind und daher Gase aus der Deponie austreten. Adrian sagt wie: „Zunächst wird ein etwa 20 bis 25 Zentimeter starker Tonriegel weit überlappend auf den Riss aufgebracht. Darauf kommt eine Folie und darüber eine 50 Zentimeter dicke Schicht Mutterboden, die mit Gras bepflanzt wird.“ Laut Adrian gibt es in dem jetzigen Sanierungsareal „drei Setzrisse, alle im Randbereich der Deponie“.

Während in der Eifel bereits wieder gearbeitet wird, laufen in Trier sowohl vor dem Landgericht als auch vor dem Verwaltungsgericht noch Verfahren um die Sanierung.

Kern der Auseinandersetzungen ist die laut Eigentümer Blum unzureichende Sanierung.