Schiffsunfälle in Trier und Longuich: Brücke und Schleusentor beschädigt

Schiffsunfälle in Trier und Longuich: Brücke und Schleusentor beschädigt

Mit gleich zwei Schiffsunfällen auf der Mosel bei Longuich und Trier musste sich heute die Wasserschutzpolizei Trier beschäftigen.

(red) Ein Schiff auf der Mosel ist am Dienstagorgen gegen 4 Uhr mit dem Mittelbogen der Straßenbrücke in Longuich kollidiert. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei Trier wurde dabei das Dach des Ruderhauses eingedrückt und teilweise abgerissen. Der am Ruder stehende diensthabende Schiffsführer hatte noch rechtzeitig in Deckung gehen können. Nach der Kollision gelang es ihm, mit dem angeschlagenen Schubverband noch einen einem Schiffanlieger in Schweich-Issel anzusteuern.

Die Longuicher Brücke wurde leicht beschädigt und zunächst vorsorglich für den Straßenverkehr gesperrt. Gegen Mittag trafen dort Experten des Landesbetriebs Mobilität (LBM) ein. Bei einer ersten Untersuchung stellten sie keine gravierenden Schäden fest und gaben die Brücke wieder für den Verkehr frei.

Der Schubverband „Markhardi“ war von Amsterdam kommend in Richtung Thionville (Frankreich) unterwegs. Seine beiden Leichter sind mit etwa 4000 Tonnen Kohle beladen. Zur Ermittlung der Unfallursache liegt der Verband auseinandergekoppelt im Trierer Hafen. Die Wasserschutzpolizei schätzt den Gesamtschaden am Schiff auf rund 250 000 Euro.

Bei einem Unfall in der Schleusenkammer der Schleuse Trier wurde darüber hinaus der untere Flügel eines Schleusentors beschädigt. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Wasserschutzpolizei um 8.30 Uhr am Dienstagmorgen bei der Ausfahrt des 135 Meter langen Gütermotorschiffs "Chilandia" aus der Schleuse. Als Unfallursache vermutet die Wasserschutzpolizei ein Fehlverhalten des Rudergängers des Fahrzeugs. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, die für die Unterhaltung und den Betrieb der Schleusenanlage verantwortlich ist, untersucht nun, ob die Mechanik oder die Steuerung des Schleusentors durch den Unfall ernsthaft beschädigt wurde.

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