Schulkinder irren nach Busdefekt durch den Wald

Schulkinder irren nach Busdefekt durch den Wald

Nach einem Schaden am Schulbus, der auf dem Weg zur Realschule Plus in Neumagen-Dhron war, haben sich heute morgen nach Angaben mehrerer Eltern acht Kinder im Alter von elf bis 15 Jahren zu Fuß auf den Heimweg durch den Wald gemacht.

(iro) Nach Angaben der Kinder seien sie vom Busfahrer dazu aufgefordert worden, das Fahrzeug zu verlassen. Dies wird vom Busfahrer, der als Subunternehmer für den RMV tätig ist, heftig bestritten. Das Automatikgetriebe habe nicht einwandfrei funktioniert. Der Bus sei nur noch im ersten Gang gefahren. Die Kinder hätten den Bus aus freien Stücken verlassen. Er habe sie sogar aufgefordert zu warten.

Beim RMV, der im Landkreis für den öffentlichen Personennahverkehr zuständig ist, könne man sich ein Fehlverhalten des erfahrenen Busfahrers nicht vorstellen. Die korrekte Vorgehensweise ist nach Aussagen einer Pressesprecherin, dass der Fahrer einen Ersatzbus bestellt und solange bei den Kindern bleibt, bis sie umsteigen können. Nach Angaben des Fahrers war dieser allerdings bereits mit einem Ersatzbus unterwegs, weil der geplante Bus am Vortag in einen Unfall verwickelt gewesen war.

Die acht Kinder im Alter von elf bis 15 Jahren hatten sich von Papiermühle, einem Ortsteil von Neumagen-Dhron, aus durch den Wald zu Fuß auf den Heimweg nach Horath gemacht. Vier weitere Kinder konnten bei Bekannten in Papiermühle telefonisch ihre Eltern verständigen und sich abholen lassen. Ein besorgter Vater hatte die Kinder mit einem Geländewagen gesucht. Er ist offenbar den Spuren im Schnee gefolgt. Rund zwei Stunden später fand er sie und fuhr sie nach Hause.