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Schweich: Bentemann wollte selber gehen

Schweich: Bentemann wollte selber gehen

Der Streit am evangelischen Schweicher Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) um Schulleiter Heinrich Bentemann geht weiter. Nun wurde bekannt, dass Bentemann im Dezember seinen Posten in Schweich aufgeben wollte, darüber aber offenbar nicht den Schulträger informierte.

Der am 20. Dezember ausgesprochenen Beurlaubung waren ausdauernde interne Dissonanzen zwischen Stiftung, Schulleiter und Lehrerkollegium vorausgegangen.

Wie seine Rechtsanwältin Margit Bastgen nun mitteilte, hatte Bentemann bereits im Spätherbst selbst die beruflichen Konsequenzen ziehen wollen. Bastgen: "Nachdem die Stiftung seit Herbst 2006 permanent unberechtigte Kritik an Herrn Bentemann angebracht hatte, bot er seinerseits Anfang Dezember an, freiwillig zu gehen und sich um eine anderweitige Schulleiterstelle zu kümmern."

Dieses Bemühen um eine andere Schulleiterstelle habe die Stiftung durch ihren Alleingang vom 20. Dezember jedoch zunichte gemacht. An einen Wechsel sei nach diesem Vorgang und der sich daraus ergebenden öffentlichen Diskussion nicht mehr zu denken gewesen. Ein für Anfang Januar anberaumtes Vorstellungsgespräch an einer Schule in Hannover sei von ihrem Mandanten daher als völlig aussichtslos abgesagt worden.

Nach Angaben des stellvertretenden Stiftungsvorsitzenden Rainer Marmann war der Schulträger über Bentemanns Absichten im Dezember nicht infomiert gewesen. Marmann: "Wir haben auch erst kürzlich davon erfahren. Warum hat man uns im Dezember nichts gesagt. Dann hätten wird doch noch etwas abgewartet, statt die Beurlaubung auszusprechen."

Dazu Anwältin Bastgen: "Aus meinen Unterlagen geht klar hervor, dass zumindest die Landeskirche und deren Justitiarin darüber infomiert waren. Wieso dies angeblich nicht an die Stiftung weitergegeben wurde, kann ich nicht beurteilen."