Sinzig: Beziehungsdrama mit tödlichem Ausgang

Sinzig: Beziehungsdrama mit tödlichem Ausgang

Ein 39-jähriger Mann aus Serbien Montenegro ist in einer Wohnung in Sinzig (Kreis Mayen-Koblenz) mit einer Schusswaffe sowie mit mehreren Messern getötet worden. Die Polizei hat die Schwägerin des Toten und ihren Ehemann verhaftet und vermutet ein Beziehungsdrama als Auslöser.

Heute Morgen gegen 10.30 Uhr teilte eine Frau der Polizei am Telefon mit, sie habe soeben einen Mann getötet. Am angegebenen Ort fanden Polizeibeamte der Polizeiinspektion Remagen kurz darauf eine männliche Person tot auf.

Nach den bisherigen Ermittlungen handelt es sich um einen 39 Jahre alten Mann mit serbisch-montenegrinischer Staatsangehörigkeit, der seinen Wohnsitz in Bonn hatte. Sein Körper wies mindestens zwei Schussverletzungen und mehrere weitere Stich- und Schnittverletzungen auf. Der Notarzt stellte den Tod vor Ort fest.

In der befanden sich die Anruferin, eine 27 Jahre alte Albanerin, ihr Ehemann und ein zweieinhalb Jahre altes Kind. Diese Familie hat ihren Wohnsitz in dem Haus. Das Ehepaar wurde von der Polizei vorläufig festgenommen.

Nach ersten Vernehmungen handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Koblenz möglicherweise um eine "Familienstreitigkeit im weiteren Sinne", die schließlich zum Tod des Opfers führte. Das Opfer war der Schwager der Albanerin. Sie unterhielt mit ihm während der Inhaftierung ihres Ehemannes ein intimes Verhältnis, aus dem sie sich - eigenen Angaben zufolge - zurückgezogen hatte.

Das Opfer hatte gestern Abend eine Aussprache mit ihr vereinbart. Zu dieser Zeit hatte der Ehemann, ein 34 Jahre alter Albaner, einen Termin außer Haus. Er kam aber offenbar früher als erwartet zurück.
Anschließend entwickelte sich eine Auseinandersetzung "mit unklarem Verlauf", wie die Staatsanwaltschaft mitteilt. Das Opfer soll eine Schusswaffe gezogen und das Ehepaar bedroht haben. Bei einer sind diese Waffe und mehrere Messer zum Einsatz gekommen.

Die Beschuldigte gibt an, die Schusswaffe zu fassen bekommen zu haben und zwei Schüsse abgegeben zu haben. Ihr Ehemann räumt den Einsatz eines Messers ein. In dem Anwesen wurden eine Schusswaffe und mehrere blutbefleckte Messer gefunden und sichergestellt. "Ob die objektive Spurenlage zu den Einlassungen passt, wird noch zu ermitteln sein", heißt es von Seiten der Staatsanwaltschaft, die die Obduktion des Toten beantragt hat.

Das Kind soll den Großeltern übergeben werden. Über die Vorführung der Tatverdächtigen vor den Haftrichter ist noch nicht entschieden.

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